Südsee-Insel Nuku Hiva

Schicksal des vermissten Deutschen weiter unklar

Während sich die Gerüchte um einen möglichen Fall von Kannibalismus weiter halten, bleibt das Schicksal des in der Südsee verschwundenen Mannes weiterhin unklar. Ob die gefundenen Knochen tatsächlich von dem 40-Jährigen stammen, kann frühestens kommende Woche geklärt werden, so das BKA.

Foto: dpa / dpa/DPA

Das Schicksal des in der Südsee vermissten deutschen Weltumseglers ist weiter ungeklärt. Ob es sich bei den auf der Insel Nuku Hiva gefundenen Knochen um die Überreste des 40-Jährigen handelt, werde frühestens in der kommenden Woche zweifelsfrei feststehen, sagte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes (BKA) am Montag.

An einer Feuerstelle hatten örtliche Gendarmen Knochen, Zähne und Kleiderreste entdeckt – sie könnten von dem verschwundenen Deutschen stammen. Sicherheit soll eine DNA-Analyse in Paris bringen. Die Ermittlungen führen die französischen Behörden. Das Auswärtige Amt und das BKA sind aber in den Fall eingeschaltet.

Der Weltumsegler verschwand vor einer Woche im französischen Überseegebiet Polynesien unter mysteriösen Umständen. Nach Angaben seiner Freundin war der 40-Jährige am vergangenen Sonntag auf Einladung eines einheimischen Jägers zu einer Bergtour aufgebrochen. Nach einer Weile sei dieser allein aus dem Tal zurückgekehrt und habe der Frau berichtet, ihr Freund sei verletzt und bräuchte dringend Hilfe. Sie sei mitgekommen, doch plötzlich habe er sie mit einer Waffe bedroht, sexuell belästigt und am Ende an einen Baum gebunden. Sie konnte sich allein befreien und alarmierte die Behörden.

Die Frau befindet sich weiter auf der zu Frankreich gehörenden Insel, wie am Montag die Zeitung „Les Nouvelles de Tahiti“ berichtete. BKA und Auswärtiges Amt kümmern sich nach eigenen Angaben auch um die Betreuung weiterer Angehöriger.

Die Suche nach dem verdächtigen Einheimischen lief bis zum Montag weiter ergebnislos. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Arihano, Déborah Kimitete, beschrieb den gesuchten 31-Jährigen als gutmütigen Menschen. „Jeder kannte ihn“, erklärte sie „Les Nouvelles de Tahiti“.

Das deutsche Paar soll im April 2008 von der Türkei aus mit seinem 14 Meter langen Katamaran aufgebrochen sein. Ende August erreichten sie das in Französisch-Polynesien gelegene Pazifik-Archipel der Marquesas-Inseln. Die Region fürchtet nun negative Auswirkungen auf den Tourismus. Französisch-Polynesien liegt im Pazifik. Die bekannteste Insel ist Tahiti, die auch auf Gemälden des französischen Impressionisten Paul Gauguin verewigt ist.

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