Neuseeland

Arbeiten an havariertem Ölfrachter gehen weiter

Foto: REUTERS

Im Wettlauf gegen die Zeit haben Bergungsteams vor der neuseeländischen Küste weiteres Öl aus dem havarierten Containerschiff "Rena" abgepumpt. Sie nutzten ruhigeres Wetter am Montag, die zuvor unterbrochenen Arbeiten wieder aufzunehmen.

Die Abpumparbeiten an dem vor der nördlichen Küste Neuseelands havarierten Frachtschiff „Rena“ sind wieder aufgenommen worden. Ein technisches Einsatzteam habe in der Nacht zum Montag rund 20 Tonnen Schweröl aus dem Bauch des Schiffes gepumpt, doch die Arbeits- und Wetterbedingungen seien weiterhin schwierig, teilte die neuseeländische Meeresbehörde mit. „Rena“ könne bald auseinanderbrechen.

Die Arbeiten seien „fürchterlich“, sagte Bruce Anderson von der neuseeländischen Meeresbehörde. „Dieses Ding ächzt und knarrt und macht einen Höllenlärm. Das Schiff liegt in den letzten Zügen.“ Meteorologen kündigten schlechtes Wetter und eine unruhige See an, was die Gefahr eines vollständigen Auseinanderbrechens des aufgerissenen Frachters weiter erhöht und die Arbeit der Menschen an Bord des Schiffes erschwert.

Schwierigkeiten bereitet den Arbeitern außerdem, dass das Schweröl im Bauch der „Rena“ seit dem Abschalten der Schiffsmotoren immer weiter abkühlt und verdichtet, so dass die angeschlossenen Pumpen es schlechter ansaugen und transportieren können. Der neuseeländische Umweltminister Steve Joyce sagte, er erwarte noch weitere Ölverluste im Laufe der Pumparbeiten.

Für die Helfer vor Ort sei das Abpumpen eine sehr riskante Aufgabe, erklärte Teamleiter Bruce Anderson. Bislang wurden aus der „Rena“, die am 5. Oktober vor dem Hafen von Tauranga auf das Astrolabe-Riff auflief, rund 34 Tonnen Öl abgepumpt. Die zuständigen Behörden gehen davon aus, dass sich noch mehr als 1.400 Tonnen an Bord befinden. Etwa 350 Tonnen Treibstoff sind nach Schätzungen der Seefahrtsbehörde MNZ bereits in die Bay of Plenty gelaufen.

Das Umweltministerium sprach von der größten maritimen Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes. Den Verschmutzungen durch den Ölteppich in dem Naturparadies sind schon mehr als 1.000 Seevögel zum Opfer gefallen.

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