Strauss-Kahn

DSK-Opfer fordert erfolgreich Gegenüberstellung

Dominique Strauss-Kahn hatte sich kaum in einem wohlüberlegten TV-Auftritt erstmals öffentlich zu den Vergewaltigungvorwürfen in New York geäußert, da führte ein weiteres mutmaßliches Opfer einen medialen Gegenangriff. Die Französin Tristane Banon verlangte eine Gegenüberstellung.

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Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn muss einer Französin Auge in Auge gegenübertreten, die ihm versuchte Vergewaltigung vorwirft. Die Pariser Staatsanwaltschaft verfügte eine Gegenüberstellung des 62-Jährigen mit der 30 Jahre jüngeren Schriftstellerin Tristane Banon, wie Strauss-Kahns Anwälte am Freitag mitteilten.

Banon wirft DSK, wie er in Frankreich genannt wird, vor, er sei 2003 bei einem Interview über sie hergefallen „wie ein brünftiger Schimpanse“. Der sozialistische Politiker, der nach Angaben seiner Anwälte zur Gegenüberstellung bereit ist, zeigte die 32-Jährige wegen Verleumdung an.

Banon hatte die Konfrontation mit DSK am Donnerstag gefordert: „Ich möchte, dass er mir gegenübersteht und mir ins Gesicht sagt, dass das erfundene Taten sind“, sagte die Schriftstellerin im Hörfunk. Strauss-Kahn hatte der jungen Frau in seinem ersten Fernsehinterview am Sonntag vorgeworfen, eine „eingebildete Version“ der Ereignisse geliefert zu haben.

Laut Ermittlerkreisen gab er eine „Annäherung“ an Banon während des Interviews zu, allerdings ohne Gewaltanwendung.

Die US-Justiz hatte erst Ende August ein Strafverfahren gegen den früheren IWF-Chef wegen versuchter Vergewaltigung eingestellt, weil sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers hatte. In dem Fall läuft in den USA noch ein Zivilverfahren gegen Strauss-Kahn.