Schwere Schäden

Japan räumt nach Taifun "Roke" auf

Auf diese Naturkatastrophe erträgt Japan klaglos: Nach dem Durchzug von Taifun „Roke" haben in Japan die Aufräumarbeiten begonnen. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben, sechs weitere galten als vermisst.

Das Video konnte nicht gefunden werden.

Der Wirbelsturm hatte über der nordjapanischen Insel Hokkaido an Kraft verloren und war wieder auf das offene Meer gezogen.

Video: Reuters
Beschreibung anzeigen

Einen Tag nach Durchzug des gewaltigen Taifuns „Roke“ haben die Japaner am Donnerstag mit den Aufräumarbeiten begonnen. Nach jüngsten Medienberichten kamen am Vortag mindestens zehn Menschen in Folge der Überschwemmungen ums Leben.

Sechs weitere Menschen galten als vermisst, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Der Taifun, der 15. der Saison, hatte die größte Hauptinsel Honshu mit der Hauptstadt Tokio mit heftigen Regenfällen und Sturmböen überzogen. Unter den Toten ist nach Angaben eines Behördenvertreters auch eine 101 Jahre alte Frau, die in der Präfektur Shizuoka ums Leben kam.

Tausende Häuser und Straßen standen unter Wasser, Bäume stürzten um, der Verkehr wurde teils lahmgelegt und Tausende zur Flucht vor den Wassermassen gezwungen. Inzwischen zog der Taifun nach Norden ab. Da zahlreiche Züge ausgefallen waren, hatten es viele Menschen in der Millionen-Hauptstadt Tokio am Vorabend schwer, nach Hause zu kommen. Vor den Bushaltestellen und an Taxiständen bildeten sich lange Warteschlangen. Am Donnerstag dann schien über Tokio wieder die Sonne.

„Roke“ war am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern über Japans Hauptinsel Honshu hinweggefegt und hatte Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Auch die Region um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi war betroffen. Sämtliche Arbeiten an dem AKW wurden vorübergehend eingestellt. Von dem durch das Erdbeben und den Tsunami am 11. März zerstörten Atomkraftwerk Fukushima wurden jedoch keine weiteren Schäden gemeldet.