Unfallserie

35 Verletzte bei Massenkarambolage auf A5

Nach der Massenkarambolage auf der A5 im Bereich Homberg/Ohm mit 35 Verletzten ist die Ursache noch weiter unklar. Auch über den Zustand der Verletzten konnte die Polizei zunächst keine Auskünfte geben. Mehr als 30 Fahrzeuge waren in die Unfälle am Sonntagnachmittag verwickelt.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Die Ursache für die Massenkarambolage auf der Autobahn 5 bei Homberg im hessischen Vogelsbergkreis ist nach wie vor unklar. Auch zum Zustand der Verletzten gebe es keine neuen Erkenntnisse, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen auf Anfrage. Ein wiederbelebter Säugling schwebe weiter in Lebensgefahr. Auch ein Feuerwehrmann wurde schwer verletzt. Ein kleiner Unfall könnte eine Stockung verursacht haben, in deren Folge mehrere Fahrzeuge ineinander gefahren seien, sagte der Sprecher. Die Ermittlungen dauerten an.

Insgesamt wurden bei der Unfallserie am Sonntag 35 Menschen verletzt, 11 von ihnen schwer. Auf der Autobahn 5 zwischen Grünberg und Homberg/Ohm kam es nach Angaben der Polizei am Sonntagnachmittag auf einer Strecke von 150 bis 200 Metern zu mehreren unmittelbar zusammenhängenden Verkehrsunfällen. Demnach waren zwei Motorräder und mehr als 20 weitere Fahrzeuge beteiligt. Trümmerteile und auslaufende Flüssigkeiten übersäten die Autobahn.

Drei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Wie die Polizei mitteilte, war die Straße zur Unfallzeit feucht, aber es regnete nicht. Der Sachschaden liege vermutlich im sechsstelligen Bereich. Wegen der Sperrung der Fahrbahn nach Kassel bildete sich ein Stau von 15 Kilometern Länge. In Richtung Frankfurt bildete sich ein 25 Kilometer langer Rückstau.

Auch auf der Landstraße 3127 zwischen Grünberg und Beltershain kam es nach Angaben der Polizei am Sonntagnachmittag zu mehreren zusammenhängenden Verkehrsunfällen, an denen insgesamt mehr als 30 Fahrzeuge beteiligt waren. Laut Polizei wurden 35 Menschen verletzt, elf davon schwer. Die A5 Richtung Kassel wurde bis etwa 20 Uhr voll gesperrt, in beide Fahrtrichtungen bildeten sich kilometerlange Staus. 135 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren im Einsatz, dazu etwa 25 Polizeibeamte sowie insgesamt fünf Rettungs- und ein Polizeihubschrauber.

Ebenfalls auf der Landstraße zwischen Grünberg und Beltershain kam am Sonntag ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr auf dem Weg zum Einsatzort von der Straße ab. Ein Feuerwehrmann erlitt leichtere Verletzungen, ein anderer schwere und der dritte schwerste Verletzungen. Auf der A5 in Richtung Kassel in Höhe der Tank- und Rastanlage Reinhardshain ereigneten sich zudem mindestens zwei Auffahrunfälle mit mindestens sieben beteiligten Fahrzeugen. Dabei seien zehn Menschen verletzt worden. Fünf davon, darunter ein Säugling, erlitten schwere Verletzungen. Das Baby wurde nach einer Reanimation ins Krankenhaus gebracht.