Brand in Chemie-Fabrik

Giftalarm nach Explosion in Australiens Hauptstadt

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Brand in australischer Chemiefabrik

Aus Angst vor möglicherweise giftigem Rauch mussten in der Stadt Canberra 150 Menschen in Sicherheit gebracht werden.

Video: Reuters
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Nach Explosionen in einer Chemie-Fabrik wurde im australischen Canberra Giftalarm ausgelöst. Ein Stadtteil wurde abgesperrt, Schulen geschlossen.

Ein Großbrand in einem Chemikalien-Lager hat in der australischen Hauptstadt Canberra für Giftalarm gesorgt. Aus der Fabrik in einem Industriepark loderten die Flammen bis zu 200 Meter hoch, berichteten Augenzeugen im australischen Rundfunk. Über dem Vorort Mitchell stand eine riesige schwarze Rauchsäule. Die Feuerwehr fürchtete giftige Phosgene und räumte die Umgebung des Geländes.

Messungen ergaben allerdings zunächst keine erhöhten Werte, sagte der Leiter der Rettungsdienste von Canberra vor der Presse. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Zwei Anwohner meldeten sich mit Atembeschwerden im Krankenhaus.

Die unmittelbaren Anwohner wurden in Sicherheit gebracht. Das Gelände sollte über das Wochenende abgesperrt bleiben, teilte die Feuerwehr mit. Die Flammen waren zwar am Freitag unter Kontrolle, doch war das Feuer noch nicht vollends gelöscht.

Wind machte den Einsatz schwierig. „Wir wollen das Ganze mit Schaum abdecken, um die Sauerstoffzufuhr abzuschneiden“, sagte Feuerwehrchef Paul Swain. Weitere Explosionen seien nicht ausgeschlossen. Auch in den nahe gelegenen Stadtteilen wurden die Menschen aufgerufen, möglichst in ihren Häusern zu bleiben.

Die Explosionen ereigneten sich in der Nacht. Die Gründe blieben zunächst ungeklärt. „Wir wurden durch einen lauten Knall wach und das ganze Haus wackelte“, berichtete Tahlia Dwyer dem Sender ABC. Sie wohnt einen Kilometer von dem Industriepark entfernt.

( dpa/mk )