Lebenslange Haftstrafe

Mann ermordet Ehefrau, weil sie zu viel Geld ausgab

Ein 56-Jähriger aus Halle muss lebenslang hinter Gitter, weil er seine Frau mit einer Bratpfanne schlug, würgte und erstach. Als Motiv gab er permanente Geldsorgen an.

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Weil er seine Ehefrau heimtückisch ermordet hat, muss ein 56 Jahre alter Mann aus Halle lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Halle sah es als erwiesen an, dass der Mann im März dieses Jahres seine 52 Jahre alte Frau mit einer Bratpfanne geschlagen sowie gewürgt und dann erstochen hatte.

„Sie haben nicht impulsiv gehandelt, das war Vorsatz“, sagte der Vorsitzende Richter Jan Stengel bei der Urteilsbegründung. Es sei erschreckend zu sehen, wie ein bis dahin „fleißiger und arbeitsamer Mann“ zu einem Mörder geworden sei.

Der Arbeitslose nahm das Urteil ohne jede Emotion auf. Er hatte zu Beginn des Prozesses die Tat gestanden. Als Motiv gab er an, dass er mit der Tat alle Probleme habe lösen wollen. Die Familie sei permanent verschuldet gewesen. Seine Frau habe nicht mit Geld umgehen können und monatelang keine Miete bezahlt. Auslöser der Tat sei schließlich die Zustellung eines Urteils gewesen, mit dem die Familie zur Räumung der Wohnung aufgefordert worden sei.

Mit dem Strafmaß folgten die Richter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Totschlag mit einer maximalen Freiheitsstrafe von zehn Jahren plädiert. Als Begründung gab sie die psychische Situation des Mannes an. Außerdem sei er bis zu dem Tatzeitpunkt ohne Vorstrafen gewesen. Die Verteidigung kündigte an, in Revision zu gehen.