Hudson-Absturz

Fluglotse war von privatem Telefonat abgelenkt

Der Zusammenstoß eines Kleinflugzeugs mit einem Hubschrauber in New York vor einem halben Jahr geht vermutlich auf einen Fehler des Fluglotsen zurück. Ermittlungen haben ergeben, dass der Lotse zwar die Piloten-Gespräche verfolgte, aber zugleich auch privat telefonierte. Neun Menschen waren bei dem Unglück gestorben.

Foto: dpa

Beim Flugzeugunglück über dem Hudson in New York mit neun Toten hörte der Fluglotse drei Gespräche gleichzeitig ab.

Dokumenten zufolge, die von der Flugsicherheitsbehörde NTSB veröffentlicht wurden, hatte der Mann im August vergangenen Jahres nicht nur den Funkverkehr einer der Unglücksmaschinen und eines zweiten Flugzeuges auf seinem Kopfhörer.

Er hatte auch noch ein privates Telefongespräch geschaltet. Deshalb habe der Fluglotse auf dem Teterboro Airport in New Jersey nicht gehört, wie der Pilot der Unglücksmaschine eine falsche Funkfrequenz wiederholte.

Kurz darauf war die einmotorige Maschine über dem Fluss mit einem Hubschrauber zusammengestoßen. Augenzeugenberichten zufolge war das Flugzeug bei einer Linkswende von unten gegen den Eurocopter gestoßen. Der rechte Flügel der Piper und der Rotor des Hubschraubers rissen ab, beide Maschinen stürzten ins Wasser. Niemand überlebte.

In der kleinen Piper starben drei Menschen. Mit dem Helikopter verunglückten fünf italienische Touristen und der Pilot. An Bord der Piper war ein Mann mit seinem Sohn. Der Vater war auf Silberhochzeitsreise. Seine Frau überlebte, weil sie wegen ihrer Flugangst auf den Zwölf-Minuten-Flug verzichtet hatte.

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