Italien

Nonne verbarrikadiert sich im Kloster

Die drei letzten Bewohnerinnen des Clarissen-Klosters im Süden Italiens sind hoffnungslos zerstritten. Nachdem zwei Schwestern die Oberin angegriffen haben, verbarrikadiert die sich seit mehreren Monaten im Gebäude. Der Bischof hat nun beantragt, das Kloster zu schließen.

Foto: Philippe Lissac /GODONG / Godong

Angesichts von drei heftig streitenden Nonnen ist einem italienischen Bischof der Kragen geplatzt. Nachdem er vergeblich versucht hatte, den Streit zwischen den drei letzten

Bewohnerinnen des Clarissen-Klosters Santa Clara zu schlichten, beantragte der Erzbischof von Bisciglie in der Region Apulien, Giovani Battista Pichierri, die Schließung des Klosters, wie italienische Zeitungen am Sonntag berichteten. Im Juli hatten Schwester Annamaria und Schwester Gianbattista die Oberin, Schwester Liliana, im Gesicht gekratzt und zu Boden geworfen. Die beiden Schwestern warfen der Ordensvorsteherin autoritäres Verhalten vor.

Die beiden Angreiferinnen zogen anschließend in ein anderes Kloster, doch Schwester Liliana, die bereits seit 1963 in Santa Clara lebt, weigerte sich und verbarrikadierte sich im Gebäude.

Dem Erzbischof verweigerte die Oberin den Zutritt, weil sie ihm unterstellte, er wolle das Kloster nur schließen, um das Gebäude einem anderen Orden zuzusprechen. Der Erzbischof stellte ein „offensichtliches Fehlen einer religiösen Berufung und einer kirchlichen Gemeinschaft“ zwischen den Nonnen fest und beantragte die endgültige Auflösung des Klosters. Die Entscheidung darüber liegt beim Vatikan.

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