Australien

Knochen von vermisstem Jungen gefunden

Der 13-jährige Daniel Morcombe war 2003 an einer Bushaltestelle verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Nun scheint sein Schicksal geklärt.

In einem der spektakulärsten Vermisstenfälle in Australien hat die Polizei mehrere Knochen eines vor acht Jahren verschwundenen Jungen gefunden. Bei einer Suchaktion im Beerburrum-Wald im nordöstlichen Bundesstaat Queensland seien drei Knochen des Vermissten entdeckt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Das habe ein DNA-Abgleich bestätigt.

Der 13-jährige Daniel Morcombe war 2003 zuletzt gesehen worden, als er in Queensland auf einen Bus wartete. Sein Verschwinden hatte eine landesweite Suchaktion ausgelöst, die Polizei ermittelte jahrelang und geriet dabei immer wieder auf falsche Fährten. Die Öffentlichkeit verfolgte den Fall mit großer Aufmerksamkeit.

Jüngst war der Polizei mit der Ermittlung gegen einen 41-jährigen Lastwagenfahrer ein Durchbruch gelungen. Ihm wird vorgeworfen, Daniel entführt und ermordet zu haben.

Auf den Fund der Knochen reagierte die Familie des Jungen mit einer kurzen Stellungnahme. „Die heutigen Nachrichten sind für uns alle extrem traurig“, hieß es. Es sei „der Schock, auf den wir alle gewartet haben“.

Die Ermittler untersuchten auch ein Paar in dem Wald entdeckte Schuhe, die Daniel gehört haben könnten, sowie einen beschlagnahmten Wagen, der kurz vor dem Verschwinden des Jungen in dessen Nähe gesehen worden war.

Die Suchaktion in dem Wald war diese Woche wegen schlechten Wetters weitgehend ausgesetzt worden. Nun solle sie aber „so bald wie möglich“ abgeschlossen werden, sagte der Vize-Polizeibevollmächtigte Ross Barnett.

Die Ermittler hofften, weitere sterbliche Überreste des Jungen und andere Hinweise zu finden. „Egal, wie lange es dauert, wir brechen die Suche hier nicht ab, bis wir absolut jeden Bereich komplett abgesucht haben“, versprach Barnett.