Stralsund

Fahrgastschiff treibt herrenlos durch Hafen

Unbekannte haben im Hafen von Stralsund zwei Schiffe losgebunden. Eines der beiden Schiffe trieb ohne Kapitän durch den Kanal.

Günstiger Wind und eine nicht so starke Strömung haben am Wochenende einen größeren Schiffsunfall vor Stralsund verhindert. Wie Lutz Klement von der Wasserschutzpolizei in Stralsund sagte, haben Unbekannte am Samstagmorgen ein 37 Meter langes Fahrgastschiff der Weißen Flotte losgebunden.

Die Polizei ermittelt wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr. In der Nähe lagen mehrere Yachten und Hausboote.

Das fast neue Schiff sei rund 200 Meter quer durch den Stadthafen getrieben, vorbei an Segelyachten und einem Binnenkreuzfahrtschiff. Die „Hanseblick“ rammte es und blieb daran liegen. Ein Passant alarmierte die Polizei.

„Das ist kein Kavaliersdelikt“, sagte Klement. Zumal ein weiteres Schiff – ein Verkaufsschiff im Hafen - ebenfalls fast losgebunden wurde. Es lag nur noch an einer Leine.

So blieb es nur bei geringen Schäden. Es wurde das Dach der „Hanseblick“ beschädigt, die erst 2009 als „Cabrio-Schiff“ in Dienst gestellt worden war, hieß es bei der Weißen Flotte. Laut Polizei gab es 2010 im Stadthafen schon einen ähnlichen Vorfall, der noch nicht aufgeklärt werden konnte. Solche üblen Streiche kämen auch in anderen Häfen an der Ostsee immer wieder mal vor.

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