Philippinen

Taifun "Nanmadol" fordert 13 Menschenleben

Der Taifun „Nanmadol" hat auf den Philippinen schwere Schäden angerichtet. Nach Angaben der Behörden kam es zu Erdrutschen und Überschwemmungen.

Durch den Super-Taifun „Nanmadol“ sind auf den Philippinen mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere wurden vermisst gemeldet, wie die Zivilschutzbehörde am Sonntag mitteilte. Etwa 20.000 Menschen wurden aus Gebirgsregionen im Norden der Hauptinsel Luzon in Sicherheit gebracht, mehrere Flüge mussten gestrichen werden.

Fünf Menschen seien bei Erdrutschen im Norden von Luzon ums Leben gekommen und zwei weitere ertrunken, sagte Emilia Tadeo von der Zivilschutzbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Sechs Menschen würden auf dem Meer oder in der Nähe von Hochwasser führenden Flüssen vermisst. Die Opferzahl drohte den Angaben zufolge weiter zu steigen. „Erst, wenn der Regen aufhört, finden wir manchmal weitere Opfer und können die Schäden einschätzen“, sagte Tadeo.

Nach Angaben der Behörden gab es in der betroffenen Provinz Cagayan zahlreiche Erdrutsche. Knapp 20.000 Einwohner von Gebirgsregionen im Norden wurden nach Angaben des Zivilschutzes in Sicherheit gebracht. Der Sturm zerstörte acht Brücken und machte etwa 20 größere Straßen unpassierbar.

Wegen des Sturms mussten mindestens 15 Inlandsflüge im Norden des Landes gestrichen werden. Der atomar angetriebene US-Flugzeugträger USS John C. Stennis, der am Samstag in Manila einlaufen sollte, verschob die Ankunft wegen der heftigen Winde und des starken Seegangs, wie die US-Botschaft mitteilte.

„Nanmadol“ ist mit Windgeschwindigkeiten von zwischenzeitlich mehr als 230 Kilometern pro Stunde der bisher stärkste Taifun in diesem Jahr. Nach Angaben der philippinischen Wetterbehörde war er stark genug, um große Bäume zu entwurzeln und Häuser zu beschädigen. Am Sonntag zog er in Richtung Taiwan weiter, wo er nach Angaben der philippinischen Wetterbehörde am Dienstag ankommen sollte.

Auf dem Weg dorthin könne sich der Taifun über dem Meer verstärken, hieß es. Das taiwanische Wetteramt sprach eine Unwetterwarnung aus. Wegen der Gefahr von Erdrutschen und Sturzfluten sollten die Einwohner sich aus gebirgigen und tiefer gelegenen Regionen fern halten.

Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht, die immer wieder Menschen in den Tod reißen. Durch die Stürme „Nock-ten“ und „Muifa“ wurden im Juli 70 Menschen auf den Philippinen getötet. Die Stürme „Ketsana“ und „Parma“ hatten im September und Oktober 2009 sogar mehr als 1000 Menschen getötet und verheerenden Überschwemmungen angerichtet.

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