Erpressung

Kasino sollte Schutzgeld an Drogenkartell zahlen

Der kaltblütige Anschlag auf ein Kasino in Mexiko hängt möglicherweise mit Schutzgelderpressung zusammen. Die Eigentümer weigerten sich offenbar zu zahlen.

Der brutale Überfall auf ein Spielkasino im mexikanischen Monterrey hängt möglicherweise mit einer Schutzgelderpressung zusammen. Ein Drogenkartell habe von den Kasinobetreibern rund 6000 Euro (100.000 Pesos) Schutzgeld pro Woche verlangt, berichtete die Zeitung „Reforma“ unter Berufung auf „offizielle Quellen“.

Die Eigentümer hätten dies aber abgelehnt. Die Generalstaatsanwaltschaft von Mexiko ermittelt den Medienberichten zufolge mittlerweile wegen Schutzgelderpressung in dem Fall.

Bei dem kaltblütigen Anschlag auf das „Casino Royale“ wurden am Donnerstag 52 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Sechs bewaffnete Angreifer hatten das Gebäude am helllichten Tag gestürmt und es in Brand gesetzt.

Viele Gäste versuchten vergeblich, sich aus dem Chaos von Flammen und Rauch zu retten. Die Täter konnten flüchten. Die Behörden veröffentlichten Phantomzeichnungen und setzten ein Kopfgeld für Hinweise zu ihrer Ergreifung in Höhe von umgerechnet 18 Millionen Euro aus.

Die Eigentümer des Etablissements hatten dem Zeitungsbericht zufolge bereits Anfang der Woche eine Drohung von einem der in Monterrey aktiven Drogenkartelle erhalten. Sie hätten sich aber geweigert, auf die Schutzgelderpressung einzugehen. Die Namen der oder des Besitzers wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

In der Millionenstadt Monterrey tobt seit einiger Zeit ein brutaler Kampf zwischen der Killerbande Los Zetas und dem sogenannten Golf-Kartell. Wegen der zunehmenden Unsicherheit tragen sich immer mehr Unternehmen mit dem Gedanken, ihre Aktivitäten aus Monterrey in sicherere Regionen des Landes zu verlegen.

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