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Karibiksturm "Irene" wird zu mächtigem Hurrikan

Wirbelsturm "Irene" nimmt immer mehr an Fahrt auf. Auf der Karibikinsel Puerto Rico schnitt er am Montag rund 800.000 Menschen von der Stromversorgung ab. Rund 770 Menschen wurden obdachlos. Dabei könnte es noch schlimmer werden.

Foto: dpa / dpa/DPA

Karibiksturm „Irene“ hat sich am Montag weiter verstärkt und droht nach Angaben der Meteorologen zu einem mächtigen Hurrikan zu werden. Am Dienstag tobte er in nordwestlicher Richtung an der Nordküste der Dominikanischen Republik entlang auf die Turks und Caicosinseln und die Bahamas zu. Dort wurde bereits Hurrikanalarm ausgerufen.

Wie das US-Hurrikanzentrum in Miami am Montagabend (Ortszeit) weiter berichtete, wurde „Irene“ mit Windgeschwindigkeiten von 160 Stundenkilometern im Zentrum als Hurrikan der Kategorie 2 eingestuft. An der gesamten Nordküste der Insel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik und Haiti galt höchste Alarmstufe. In der Dominikanischen Republik standen nach lokalen Medienberichten 264 Notunterkünfte bereit, die Nationalgarde war seit Sonntag aktiviert, wie lokale Medien berichteten. Verbreitet kam es zu Stromausfällen.

Es wurden vor allem Erdrutsche in den Bergen und Überschwemmungen in tiefliegenden Gebieten entlang der Flüsse befürchtet. Hunderte von Familien seien in Sicherheit gebracht worden, berichtete die Zeitung „El Nacional“ online am Montagabend.

„Irene“ war am Wochenende über den Kleinen Antillen in der Ostkaribik entstanden und hatte sich beständig verstärkt. Auf der Nachbarinsel Puerto Rico, die „Irene“ zuvor durchquert hatte, wurden Straßen beschädigt, Bäume und Telefonmasten umgerissen.

In Erwartung des Hurrikans „Irene“ in Haiti hat die Uno unterdes Hilfe für das bitterarme Land in der Karibik mobilisiert. „Die Vorbereitungen in Haiti haben begonnen“, erklärte die Sprecherin des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), Elisabeth Byrs, am Dienstag in Genf. Außer OCHA stehe auch die UN-Mission in Haiti (MINUSTAH) für Hilfseinsätze bereit. Das Welternährungsprogramm (WFP) teilte mit, an 35 Orten in Haiti lagerten insgesamt 7000 Tonnen Nahrungsmittel, mit denen die Bedürftigen im Land 26 Tage lang versorgt werden könnten.

„Irene“ könnte Haiti besonders hart treffen, da dort nach dem schweren Erdbeben vom Januar 2010 immer noch zahlreiche Menschen in behelfsmäßigen Unterkünften leben. Der Hurrikan sollte in der Nacht zum Dienstag in Haiti und in der benachbarten Dominikanischen Republik auf Land treffen.

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