Tochter der Freundin

Mann soll Säugling missbraucht und getötet haben

In Bielefeld steht ein 25-Jähriger vor Gericht, der das Baby seiner Freundin missbraucht und getötet haben soll. Das Mädchen starb an inneren Blutungen.

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Weil er ein vier Monate altes Baby missbraucht und ermordet haben soll, wird einem 25 Jahre alten Mann am Landgericht Bielefeld der Prozess gemacht. Bei dem Opfer handelt es sich laut Anklage um die Tochter der damaligen Freundin des Mannes. Demnach hatte sich die Tat am 24. Februar in Herford ereignet. Während die Mutter die Wohnung verlassen hatte, soll der Mann den Säugling sexuell missbraucht und dann getötet haben.

Nach Ansicht der Anklage hatte er das laut schreiende Baby nach dem Missbrauch geschüttelt und geschlagen, um es ruhig zu stellen. Mediziner stellten später ein Schütteltrauma und innere Blutungen fest, die bei dem Baby zu einem tödlichen Herz-Kreislauf-Versagen führten.

Zum Auftakt des Prozesses wurde lediglich die Anklage verlesen. Der Rechtsanwalt des bislang nicht vorbestraften Arbeitslosen erklärte, sein Mandant werde sich am nächsten Verhandlungstag, dem 29. August, „umfassend“ äußern. Im Wesentlichen wolle er dabei bei seiner Version der Geschehnisse bleiben.

Laut Angeklagtem lag das Baby einfach reglos auf dem Sofa

Der Beschuldigte führt die Verletzungen des Babys darauf zurück, dass er es geschüttelt hatte, nachdem es reglos auf dem Sofa gelegen habe. Zuvor will er es gefüttert und trockengelegt haben. Dabei soll sich das Mädchen übergeben haben, anschließend habe er noch versucht, das Kind wiederzubeleben.

Der Verteidiger des Mannes kündigte zudem eine Erklärung des Mannes gegenüber der Mutter des Kindes an. Die Frau tritt in dem Verfahren als Nebenklägerin auf und wird auch als Zeugin gehört. Zum Beginn des Verfahrens war sie jedoch nicht anwesend. Ihre Rechtsanwältin bezeichnete die Ereignisse als „Katastrophe“. Ihre Mandantin wolle mit dem Verfahren klären lassen, wie das Kind wirklich gestorben sei.

Für den Prozess sind insgesamt fünf Verhandlungstage geplant. Die Urteilsverkündung ist für den 29. September vorgesehen.