Brandenburg

Kinder in ausgebranntem Auto waren angeschnallt

Zwei verkohlte Leichen, ein schwer verletzter Mann – hinter dem mysteriösen Fall in Brandenburg könnte eine Familientragödie stehen.

Die beiden in einem ausgebrannten Auto bei Nauen in Brandenburg gefundenen Leichen sollen einem Zeitungsbericht zufolge beim Ausbruch des Feuers angeschnallt gewesen sein.

Die Polizei vermute deshalb, dass ihnen Betäubungsmittel verabreicht wurde, da sie sich sonst befreit hätten, berichtete die "B.Z. am Sonntag“. Die Polizei wollte dies auf Anfrage nicht bestätigen.

Wie die dänische Tageszeitung "Jyllands-Posten“ berichtet, handelt es sich bei den Opfern um zwei neun und zehn Jahre alte Mädchen aus einer Kleinstadt auf der Halbinsel Nordjütland.

Das Autowrack wurde am Freitag in einem Waldstück gefunden. Zuvor war ein Mann – offenbar der Vater der Kinder – mit schweren Brandverletzungen aufgegriffen worden. Er führte die Polizei zu dem Autowrack.

Nach unbestätigten Informationen der "Bild“-Zeitung handelt es sich bei dem verwirrten Mann um den 40-jährigen Vater der verbrannten Kinder. „Das sind meine beiden zehn und elf Jahre alten Töchter“, soll der Mann laut „Bild“ zu einem Beamten gesagt haben.

Der 40-Jährige sei geschieden und habe psychische Probleme. Auch die "Potsdamer Neuesten Nachrichten“ berichten, der Unbekannte habe gegenüber einem Zeugen auf Englisch von "meinen Kindern“ gesprochen.

Polizisten hatten das ausgebrannte Fahrzeugwrack mit dänischem Kennzeichen auf einem Forstweg nahe der B 273 entdeckt. Die bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen lagen auf der Rückbank.

Wann der unbekannte Hinweisgeber von der Polizei befragt werden kann, ist ungewiss – er liegt mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades auf der Intensivstation.

Eine Kliniksprecherin sagte dem RBB-Sender "Antenne Brandenburg“, es sei noch nicht absehbar, wann der Mann vernommen werden könne.