Anklage erhoben

Mutter soll Baby Schädel eingeschlagen haben

Eine 23-Jährige ist angeklagt, weil sie ihren Sohn gleich nach der Geburt getötet haben soll. Monatelang verweste die Leiche in einer leeren Wohnung.

Eine 23 Jahre alte Frau soll ihrem Baby unmittelbar nach der Geburt den Schädel eingeschlagen haben. Nun ist gegen die Frau Anklage wegen Totschlags erhoben worden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau sagte. Der erste Termin für den Prozess ist noch nicht bekannt.

Im August 2010 war in der früheren Wohnung der jungen Frau in Bad Griesbach (Landkreis Passau) die männliche Babyleiche gefunden worden. Einem 61 Jahre alten Nachbarn war auf dem Einödhof starker Verwesungsgeruch aufgefallen.

Daraufhin fand der Mann in der leerstehenden Wohnung das tote Kind. Die Frau hatte den Ermittlungen zufolge bereits im Mai 2010 dort den Leichnam zusammen mit einem Teddybären in einer Plastiktüte unter einer Matratze versteckt. Später habe sie die Leiche abholen und beerdigen wollen.

Widersprüchliche Angaben der Angeklagten

Laut Staatsanwaltschaft hat die Frau ein Teilgeständnis abgelegt. Sie habe jedoch widersprüchliche Aussagen gemacht. So hatte die 23-Jährige bei den Vernehmungen zugegeben, dem Baby mit dem Griff einer Zange auf den Kopf geschlagen zu haben. Dann behauptete sie aber, dass das Kind schon bei der Geburt tot war.

Die Frau soll ihr Baby alleine im Badezimmer ihrer neuen Wohnung zur Welt gebracht haben. Dann habe sie den toten Säugling zu ihrem früheren Wohnhaus in Bad Griesbach gebracht.

Dort hatte die Frau zuvor mit ihrem Partner, der sie wegen einer anderen Frau verlassen haben soll, gelebt. Als Motiv vermuten die Ermittler, dass der Mutter der kleine Bub im Weg war, weil sie einen beruflichen Neustart in München plante. Der ältere Sohn der Frau lebte bei der Großmutter.

( dpa/jw )

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