Tierquälerei in Taiwan

"Heilige Schweine" gemästet auf bis zu 600 Kilogramm

Jedes Mittel ist recht im Wettbewerb um das "Heilige Schwein": In Taiwan mästen Bauern die Tiere auf bis zu 600 Kilo, geben ihnen Sand und Metall zu fressen.

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Tierschützer in Taiwan haben ein Verbot eines volkstümlichen Rituals zum qualvollen Mästen und Töten von Schweinen gefordert. Für den Wettbewerb um das „Heilige Schwein“ würden die Tiere so lange zwangsernährt, bis sie gelähmt und krank seien.

Manche müssten Sand oder schwere Metallteile schlucken, um ein möglichst hohes Gewicht auf die Wage zu bringen. Einzelne Tiere wiegen mehr als 600 Kilogramm. Anschließend werde ihnen in der Öffentlichkeit die Kehle durchtrennt, erklärte der taiwanesische Umwelt- und Tierschutzverband.

Bei dem Wettbewerb konkurrieren Bauern der ethnischen Hakka-Gemeinde um das schwerste Schwein, das anschließend als Opfer für die Götter getötet wird.

Die Schweine werden nach Angaben der Tierschützer bis zu 600 Kilogramm schwer und oft in kleinen Gehegen gehalten, um sie an jeglicher Bewegung zu hindern. Mit Schlägen auf die Schnauze würden die Tiere zum Essen gezwungen.

Das Ritual verletzte den Geist der Gottesanbetung sowie den globalen Trend des Tierschutzes, erklärten die Tierschützer. Für ein Verbot haben sie nach eigenen Angaben die Unterstützung von mehr als hundert Verantwortlichen in der Hakka-Gemeinde sowie von renommierten Wissenschaftlern.

Der Chef des Hakka-Tempels in der Stadt Xinbei sagte jedoch, es gebe keine Pläne, den Wettbewerb für das kommende Jahr abzusagen.