Überfülltes Schiff

30 Tote bei Bootsunglück vor den Komoren

Mindestens 30 Menschen sind bei einem Schiffsunglück vor der Inselgruppe der Komoren gestorben. Es waren zu viele Passagiere auf der "Madjiraha".

Bei einem Bootsunglück vor den Komoren sind mindestens 30 Passagiere ums Leben gekommen. 50 Menschen hätten überlebt, sagte der Chef der Rettungskräfte in dem vorwiegend muslimischen Inselstaat im Indischen Ozean, Mouigni Daho.

Das Boot sei in der Hauptstadt Moroni ausgelaufen und dann vor dem Dorf Chindini im äußersten Süden der Hauptinsel gekentert. Ziel sei die ebenfalls zu den Komoren gehörende Insel Anjouan gewesen.

Ein Vertreter des Roten Halbmonds, der von 61 Geretteten sprach, ging von einem weiteren Anstieg der Opferzahlen aus. „Wir können nicht ausschließen, dass Passagiere noch in dem Boot gefangen sind“, sagte Arfachad Salim.

Er schätzte, dass mehr als 100 Menschen an Bord der „Madjiraha“ waren. Unglücksursache sei möglicherweise Überladung gewesen.