Indien

14-jährige Deutsche vergewaltigt – Minister-Sohn frei

Ein indischer Minister-Sohn, der 2008 in Goa eine deutsche Jugendliche vergewaltigt haben soll, ist wieder auf freiem Fuß. Nach der Tat tauchte er einen Monat lang unter.

Ein Gericht im indischen Bundesstaat Goa hat die Vorwürfe gegen den Sohn eines Ministers fallengelassen, der 2008 ein deutsches Mädchen vergewaltigt haben soll . Ein Jugendrichter setzte Rohit Monserratte auf freien Fuß, da das mutmaßliche Opfer und ihre Mutter nicht zu einer Aussage hätten bewegt werden können.

Die beiden waren nach dem Verbrechen vor knapp drei Jahren nach Deutschland zurückgekehrt. Zuvor hatte die Mutter der damals 14-Jährigen gesagt, nach der Vergewaltigungsklage sei ihr „das Leben zur Hölle gemacht worden“. So sei sie von Polizeibeamten gedrängt worden, ihre Anzeige gegen den Sohn des Erziehungsministers von Goa zurückzuziehen.

Der nach der Tat fast einen Monat lang untergetauchte Politikersohn soll die 14-jährige Deutsche sexuell belästigt, vergewaltigt und ihr obszöne Handy-Botschaften geschickt haben.

Die ehemalige portugiesische Kolonie Goa, ein beliebtes Ferienziel, hatte 2008 wiederholt negative Schlagzeilen gemacht: Im Februar war eine 15-jährige Britin tot am Strand aufgefunden worden. Die Polizei wertete ihren Tod zunächst als Unfalltod durch Ertrinken.

Erst auf Druck der Mutter des Mädchens ermittelte die Polizei wegen Mordes. Zwei Männer aus Goa stehen mittlerweile wegen des Vorwurfs vor Gericht, dem Mädchen Alkohol und Drogen gegeben, sie vergewaltigt und dann am Strand zurückgelassen zu haben.