Verdacht auf Menschenhandel

Betrieb zahlt Kartoffelschälern 25 Euro pro Woche

Ein Betrieb in Baden-Württemberg ließ Mitarbeiter täglich 20 Stunden lang Kartoffeln schälen. Die Betreiber warben die Billig-Hilfskräfte in Osteuropa an.

Eine Kartoffelfirma und eine Großküche in Grafenau (Baden-Württemberg) sind in den Verdacht des Menschenhandels geraten. Dort sollen Menschen für 25 Euro pro Woche täglich 20 Stunden lang Kartoffeln geschält haben, weshalb mehr als 100 Polizisten anrückten.

Sie durchsuchten fünf Gebäude des Kartoffelbetriebs und die Großküche. Gegen das 46 und 48 Jahre alte Betreiberehepaar wird wegen Verdachts auf Menschenhandel, Betrug und Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen ermittelt. Die beiden wurden vorläufig festgenommen.

Nach Angaben der Polizei sollen die beiden ihre Mitarbeiter vor allem in Osteuropa angeworben haben.