Bayern

Ehemann erwürgt Frau offenbar vor Hausexplosion

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Die Hausexplosion in Winterhausen war kein Unfall: Die Polizei glaubt, dass ein 61-Jähriger seine Frau ermordete, bevor er selbst getötet wurde.

Die Explosion eines Hauses im unterfränkischen Winterhausen mit zwei Toten war ein Verbrechen und kein Unglücksfall. "Die Frau ist umgebracht worden", sagte ein Sprecher der Polizei in Würzburg. Der Gerichtsmediziner habe Spuren von massiver Gewalt am Hals der 44-Jährigen gefunden. Es stehe fest, dass sie zum Zeitpunkt der Explosion bereits tot war.

Täter war vermutlich ihr Ehemann. Der 61-Jährige sei an den Folgen der Explosion gestorben. Die Polizei schließt aus, dass Dritte an dem Verbrechen beteiligt waren.

Die beiden Leichen waren am Montag nach einer heftigen Explosion in einem Reihenhaus in Winterhausen in der Brandruine gefunden worden. Dass es sich dabei tatsächlich um die beiden Bewohner handelt, steht der Polizei zufolge mittlerweile fest. Die Leiche der Frau fanden die Ermittler in der Toilette im Erdgeschoss.

Bereits wenige Stunden nach der Explosion im Landkreis Würzburg in der Nacht zum Montag stand für die Ermittler zudem fest: Die Explosion wurde absichtlich ausgelöst. Im Keller und in der Parterre entdeckten sie mehrere Gasflaschen ohne Verschluss.

Ehepaar hatte auch in Vergangenheit oft gestritten

Im Laufe der Ermittlungen fanden die Beamten immer mehr Hinweise darauf, dass dem Tod der Eheleute ein Familiendrama voraus ging. Zahlreiche Zeugen hatten den Angaben zufolge ausgesagt, dass sich das Paar auch in der Vergangenheit schon oft gestritten hatte. Dabei sei auch Gewalt im Spiel gewesen. So sollen die beiden auch darüber uneinig gewesen sein, ob sie aus dem bereits verkauften Eigenheim ausziehen oder nicht.

Bei der Explosion wurde nicht nur das Haus des Ehepaares, sondern auch das angrenzende Reihenhaus komplett zerstört. Die Nachbarn konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Schaden liegt bei mehreren hunderttausend Euro.

( dpa/sara )