Nordspanien

Wilder Stier durchbohrt 74-Jährigem den Nacken

Ein Bulle ist bei einem traditionellen Stiertreiben in Nordspanien völlig durchgedreht. Das Tier durchbrach eine Sicherheitsbarriere und tötete einen Zuschauer.

Im Norden Spaniens ist bei einem traditionellen Stiertreiben erneut ein Mensch ums Leben gekommen. Ein Stier habe in der Kleinstadt Lodosa eine Sicherheitsbarriere durchbrochen und einen 74 Jahre alten Zuschauer aufgespießt, teilte die Regionalregierung von Navarra mit.

Ein Horn des Bullen durchbohrte demnach den Nacken des Spaniers. Der Mann hatte die Stierhatz gemeinsam mit seiner Frau von einem Hauseingang aus verfolgt, als das Tier die Sicherheitsbarriere durchbrach.

Der Bürgermeister von Lodosa zeigte sich erschüttert. „Wir sind alle sehr betroffen“, sagte Pablo Azcona. „Was ein festlicher Tag sein sollte, hat sich in das Gegenteil verkehrt.“ Er betonte, dass die Sicherheitsbarriere den Vorschriften entsprochen habe. Zwei weitere Zuschauer wurden von einem anderen Stier verletzt, als dieser ebenfalls eine Barriere überwand.

Bislang drei Tote beim Stiertreiben 2011

In den vergangenen zehn Tagen starben damit in Spanien drei Menschen bei Stiertreiben. Am Wochenende wurde ein laut Presseberichten offenbar betrunkener Mann in Rafelbunyol in der Nähe von Valencia von einem Bullen aufgespießt und getötet.

Zuvor war am Rande eines Stierkampfs in der nordwestspanischen Stadt El Maderal ein Zuschauer von einem Bullen getötet worden. Bei dem berühmtesten Stiertreiben Spaniens im baskischen Pamplona im Juli wurden in diesem Jahr 43 Menschen verletzt.