Wasserleiche in Duisburg

Frau mit Kopfschüssen getötet und in Rhein geworfen

Ein Angler hat in Duisburg die Leiche einer Frau im Rhein gefunden. Die Frau starb durch mehrere Kopfschüsse, bevor der Täter sie in den Rhein warf.

Die Todesursache im Fall einer Wasserleiche am Duisburger Rheinufer steht fest: Die angeschwemmte Frau war nach mehreren Kopfschüssen gestorben, bevor der Täter sie in den Fluss warf. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Wer die Frau ist und woher sie stammt, ist aber noch unklar. Ein entsetzter Angler hatte die Leiche am Freitag entdeckt.

Jetzt konzentriert sich die Suche fieberhaft auf Zeugen, die Knallgeräusche gehört haben könnten. „Als Gebiete kommen am ehesten Düsseldorf, Krefeld und Duisburg infrage“, sagte der Leiter der Mordkommission Arndt Rother am Samstag bei einer Pressekonferenz.

Ärzte könnten Aufschluss über Identität geben

Der Fundort, eine Buhne am rechten Rheinufer im Duisburger Süden, sei nicht der Tatort, fügte Staatsanwalt Martin Hein hinzu. Wie und wo die Frau ins Wasser gelangte, wird noch ermittelt. Die Kriminalpolizei schätzt, dass sie am späten Donnerstagabend starb.

Das Opfer war von zierlicher Statur und etwa 50 bis 60 Jahre alt. Sie trug zum Zeitpunkt ihres Todes eine gestreifte Bluse und schwarze lange Hosen.

„Unser dringender Aufruf richtet sich auch an Ärzte. Denn die Frau befand sich mehrfach in medizinischer Behandlung“, so Hein. So brachte eine Obduktion der Leiche zutage, dass sie zu Lebzeiten einen neurochirurgischen Eingriff am Kopf hatte, sowie eine Blinddarm- und zwei Brustoperationen. Auf der linken Seite wurde ein Implantat gefunden.