Niedersachsen

Sexverlag schickt Rechnung an Toten

Mit einer fiesen Masche versucht ein Sexverlag abzukassieren. Er schickt gefälschte Rechnungen an die Adresse von gerade Gestorbenen.

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Mit einer Rechnung an einen Toten aus Brake (Kreis Wesermarsch in ) hat ein Sexverlag Kasse machen wollen. Wohl in der Annahme, eine trauernde Verwandte würde für die angeblich bestellten Waren bezahlen, schrieb der Verlag den Gestorbenen, wie die Polizei mitteilte.

„Das ist eine fiese Masche, mit der die Angehörigen verunsichert werden sollen – in der Hoffnung, dass sie aus Scham zahlen“, sagte Polizeisprecherin Anke Rieken. Die Rechnung über 375 Euro zahlte eine Angehörige jedoch nicht, sondern wandte sich an die Polizei. „Der Mann hat schon längere Zeit auf der Intensivstation gelegen, deswegen hatte er nachweislich nicht bei dem Sexverlag bestellt“, sagte die Sprecherin.

Vermutlich hatten die Betrüger die Adresse des Toten aus der Todesanzeige in einer Tageszeitung. „Der Polizei ist diese Masche bundesweit bekannt.“ Um welche Waren es sich genau handelte, ist nicht bekannt.