ADAC-Test 2011

Reisende an Brandenburger Raststätten gut bedient

Eine gepflegte Außenanlage, leckeres Essen und saubere Sanitäranlagen – diese Kriterien sind beim Raststätten-Test des ADAC ausschlaggebend. Autoreisende in Brandenburg sind demnach in Raststätten besser aufgehoben als auf Autohöfen.

Das Video konnte nicht gefunden werden.

Gut ein Drittel der Anlagen sollte laut Test besser putzen. Sicherheit für Fußgänger wird auf den meisten Rastplätzen stark vernachlässigt. Nichts auszusetzen hatten die Tester bei einer Raststätte in Mecklenburg-Vorpommern.

Video: Reuters
Beschreibung anzeigen

Teuer und nicht immer familienfreundlich – viele Rastanlagen in Deutschland lassen einem ADAC-Test zufolge zu wünschen übrig. Auch für die Sicherheit der Besucher müsste mehr getan werden: Es mangelt an Fußwegen und sicheren Überwegen, wie der am Donnerstag veröffentlichte neue Test des Autoclubs ergab. Die Tester nahmen 50 Autobahn-Rastanlagen an Deutschlands Hauptreiserouten unter die Lupe.

Immerhin die Hälfte aller Anlagen bekam eine gute Note, einmal gab es sogar „sehr gut“. Nur zwei Anlagen schnitten „mangelhaft“ ab. Im Vergleich zu früheren Tests gebe es insgesamt Fortschritte, sagte Testleiterin Simone Saalmann. In Sachen Gastronomie und Service, vor allem aber in der Hygiene hätten sich die Anlagen verbessert, die Toiletten seien besser ausgestattet. „Da ist schon sehr, sehr viel besser geworden“, betonte Saalmann.

Autoreisende in Brandenburg sind einem aktuellen ADAC-Test zufolge in Raststätten besser aufgehoben als auf Autohöfen. Die beiden getesteten brandenburgischen Raststätten erhielten die Note „gut“, wie der Automobilclub am Donnerstag in Berlin mitteilte. Nur mit „ausreichend“ wurden die beiden im Land geprüften Autohöfe bewertet.

Die Raststätten Buckowsee an der Autobahn 11 und Freienhufener Eck an der A13 punkteten in den Bereichen Familienfreundlichkeit, Gastronomie und Hygiene. Die Raststätte Buckowse wurde mitunter wegen ihrer Erholungszonen als eine der besten Anlagen Deutschlands bewertet.

Die Autohöfe Klettwitz an der A13 und Oberkrämer an der A10 präsentierten sich in punkto Familienfreundlichkeit und Verkehrsgestaltung „sehr

Die ADAC-Tester untersuchten 25 Raststätten und 25 Autohöfe. Beide müssten sich vergleichen lassen, sagte Saalmann. Die Autohöfe abseits der Autobahn hätten schon vor Jahren damit geworben, außer für Lastwagenfahrer auch für andere Reisende und Familien da zu sein.

Dennoch bleiben Unterschiede: Während Raststätten insgesamt besser auf Familien eingestellt sind, haben Autohöfe die günstigeren Preise. Aufholbedarf bleibt: Bei den Autohöfen erreichten nur zehn ein gut, bei den Raststätten waren es 14.

Nur eine Raststätte schaffte ein „sehr gut“: Die Anlage Recknitz-Niederung an der Autobahn 19 in Mecklenburg-Vorpommern überzeugte laut ADAC mit einer gepflegten Außenanlage, leckerem Essen, einem schönen Kinderspielplatz und dem besten Hygienestandard. Schlechteste Raststätte wurde die Anlage Rabensteiner Wald an der Autobahn A 4 bei Chemnitz mit einem ausreichend.

Zwei Autohöfe fielen mit „mangelhaft“ praktisch durch. Schlusslicht wurde dabei der Autohof Löbichau an der A4 in Thüringen. Verschmutzte Toiletten, mäßige Gastronomie, kein Spielplatz und nicht einmal ein Kinderstuhl im Restaurant waren die Gründe für die schlechte Bewertung.

Der Raststättenbetreiber „Tank- und Rast“ sieht sich bestärkt. „Das gute Abschneiden unserer Betriebe ist das Ergebnis unseres konsequenten Qualitätsmanagements und fortwährender Modernisierungsmaßnahmen“, sagte Geschäftsführer Karl-H. Rolfes laut Mitteilung. „Wir sehen natürlich auch, dass es weiteres Verbesserungspotenzial gibt. Daran werden wir arbeiten, damit unsere Kunden immer wieder gerne zu uns kommen. Das gilt vor allem für Familien mit Kindern.“

Dass die hohen Preise die Besucher der Raststätten am meisten ärgern, hatte Ende Juni eine repräsentative Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Nachrichtenagentur dpa ergeben. Während mit der Qualität die Hälfte der Befragten zufrieden war, fanden drei von vier die Raststätten zu teuer.

Ärger machten besonders die Toilettengebühren: Die vielfach geforderten 70 Cent hielten vier von fünf Befragten für zu viel, auch wenn der Gast einen Bon von 50 Cent zum Einkauf bekommt. An den Autohöfen, das beweist laut ADAC der Test, geht es auch kostenlos. „Autohöfe haben in der Hygiene genauso gut abgeschnitten – und das alles umsonst“, sagte Saalmann.

Sechs ADAC-Tester hatten von Ende März bis Juli ohne Voranmeldung zweimal an unterschiedlichen Tagen in unterschiedlicher Besetzung die Anlagen geprüft. Grundlage waren die Bedürfnisse einer vierköpfigen Familie mit Kleinkind.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen