Ermittlungen

Spur im Mordfall Bögerl führt zu einem Toten

Knapp eine Woche nach dem Selbstmord des Sparkassendirektors Thomas Bögerl geht die Polizei einer neuen Spur im Mordfall seiner Frau Maria nach. Die Leiche eines erstochenen Hausmeisters ähnelt dem Phantombild des Täters.

Im Mordfall Maria Bögerl prüft die Polizei eine mögliche Spur zu einem vor wenigen Tagen erstochen aufgefundenen Mann. Einem Hinweisgeber zufolge ähnele der Getötete einem im Fall Bögerl per Phantombild gesuchten Zeugen, bestätigte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Heidenheim einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Mögliche Zusammenhänge würden nun untersucht. Nach vorläufiger Einschätzung der Ermittler handele es sich aber wahrscheinlich nicht um eine heiße Spur, sagte der Sprecher.

Laut „Bild“ wurde die Leiche des erstochenen 30-Jährigen vor wenigen Tagen aus einem Fluss in Bayern geborgen. Bei dem Getöteten handelt es sich dem Bericht zufolge um einen früheren Hausmeister, der ein polizeibekannter Schläger gewesen sein soll. Er sei zuletzt mittellos und ohne Obdach gewesen.

Die Entführung und der Mord an der Bankiersgattin Bögerl beschäftigen seit mehr als einem Jahr die Polizei. Erst vergangene Woche hatte sich der Witwer Bögerls das Leben genommen. Maria Bögerl war am 12. Mai 2010 aus dem Haus der Familie in Heidenheim entführt worden.

Der bis heute unbekannte Täter forderte 300.000 Euro Lösegeld. Die Geldübergabe scheiterte allerdings, weil die Beschaffung der Summe wegen der knappen Zeitvorgabe des Täters Probleme bereitete und der Bankier daher zu spät zum Übergabeort gekommen war. Die Leiche der Frau wurde dann 22 Tage später in einem Waldstück entdeckt. Die Obduktion ergab, dass die 54-Jährige erstochen wurde.