"Paranormal Activity" in Italien

Kinogänger erleiden Panikattacken bei Horrorfilm

Eine Serie von Panikattacken von jugendlichen Kinobesuchern während eines Horrofilms hat in Italien Verbraucherschützer auf den Plan gerufen. Bei den Rettungsdiensten seien in Zusammenhang mit dem Gruselstreifen "Paranormal Activity" bereits dutzende Notrufe eingegangen.

Neben Panikattacken hätten sich einige Kinogänger auch übergeben müssen, andere hätten einen Schock erlitten. Besonders schlimm sei der Fall eines 14-jährigen Mädchens in Neapel gewesen, dass in gelähmten Zustand ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Codacons-Präsident Carlo Rienzi forderte, den Film für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu verbieten. Außerdem riet er den Betroffenen, vor Gerichten auf Schadenersatz zu klagen.

Der italienische Verteidigungsminister Ignazio La Russa hatte sich bereits in der vergangenen Woche beschwert, dass die Werbetrailer für „Paranormal Activity“ zu jeder Tageszeit im Fernsehen liefen und „tausende Kinder“ terrorisierten.

„Paranormal Activity“ handelt von einem jungen Paar, das in ihrem Haus gespenstischen Phänomenen ausgesetzt ist. Der dokumentarisch gedrehte Thriller erinnert mit seiner wackeligen Kameraführung an den Erfolgs-Schocker „The Blair Witch Project“.

Die Produktion des Streifens von Regisseur Oren Peli kostete nur 15. 000 Dollar. In Deutschland lief der Film bereits im vergangenen Herbst in den Kinos an.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.