Anschlagsserie

Möglicherweise gleicher Täter bei Ikea-Anschlägen

Nach den Sprengstoff-Anschlägen auf Ikea-Filialen in Dresden, Gent und Eindhoven stößt die Polizei auf Parallelen: Die Täterbeschreibungen ähneln sich auffällig.

Bei den Ermittlungen zu Anschlägen auf Ikea-Möbelhäuser in mehreren europäischen Ländern prüft die Polizei Parallelen zwischen den Taten und Verdächtigen. Das Landeskriminalamt Sachsen hat auf seiner Internetseite neben Fotos des mutmaßlichen Täters bei Ikea in Dresden auch ein Bild vom Tatverdächtigen im niederländischen Eindhoven gestellt . „Es gibt gewisse Ähnlichkeiten bei der Kleidung und Haltung“, sagte LKA-Sprecherin Kathlen Zink am Dienstag.

Am Vorabend war eine Meldung aus Belgien eingetroffen, wonach die Anschläge im belgischen Gent und in Dresden auf denselben Täter zurückgehen könnten. Wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, gleicht sich die Täterbeschreibung in beiden Fällen.

In mehreren Geschäften des schwedischen Möbelhauses in Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Deutschland waren in den vergangenen Wochen kleine Sprengsätze explodiert. In Dresden waren am 10. Juni zwei Kunden leicht verletzt worden.

Das Landeskriminalamt Sachsen hatte zuletzt mit Aufnahmen einer Überwachungskamera nach dem Dresdner Attentäter gefahndet. Die belgischen Behörden haben bislang kein Bild des Tatverdächtigen veröffentlicht.

Am Montag hatte es zudem Verwirrung bei den Ermittlungen zum Anschlag auf das Dresdner Möbelhaus gegeben. Das Landeskriminalamt Sachsen dementierte Medienberichte zur Festnahme eines Tatverdächtigen im polnischen Legnica. „Nein, das ist nicht wahr. Es ist niemand festgenommen worden im Zusammenhang mit dem Anschlag auf Ikea oder unseren Ermittlungen dazu“, sagte LKA-Sprecherin Kathlen Zink.