Prozess in Mexiko

14-jähriger Killer tötete für die Drogenmafia

Ein 14-Jähriger soll für ein Drogensyndikat in Mexiko mehrere Menschen gefoltert und getötet haben. Seine Schwester ließ die Leichen dann verschwinden. Jetzt steht der Junge vor Gericht.

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Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat im zentralmexikanischen Bundesstaat Morelos der Prozess gegen den 14-jährigen Edgar L. begonnen, der mehrere Menschen gefoltert und getötet haben soll.

Der "El Ponchis" genannte Jugendliche hatte ausgesagt, im Alter von elf Jahren in den Drogenhandel geraten zu sein. Er gestand, für das Kartell von Arturo Beltran Leyva mindestens vier Menschen getötet zu haben, Seine Schwester soll die Leichen entsorgt haben, die enthauptet an einer Autobahnbrücke in Cuernavaca, der Hauptstadt von Morelos aufgehängt wurden.

Edgar L. war Anfang Dezember 2010 am Flughafen von Cuernavaca gefasst worden, als er mit seiner Schwester in die nordmexikanische Stadt Tijuana reisen wollte. Von dort wollten sie über die Grenze in die USA fliehen, um ihre Mutter in Kalifornien zu besuchen, sagte die Schwester damals.

Seit der einstige Syndikatsboss Leyva im Jahr 2009 von Soldaten getötet wurde, haben blutige Machtkämpfe innerhalb des Kartells zu einer Eskalation der Gewalt in dem südmexikanischen Bundesstaat Morelos geführt.

Im Falle einer Verurteilung droht „El Ponchis“ eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Der Prozess im Jugendgefängnis der Stadt Miacatlan soll zwei Wochen dauern. Aus Sicherheitsgründen wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.