Ausnahmezustand

Drei Tage landesweites Alkoholverbot in Ecuador

Weil 23 Menschen an gepanschtem Alkohol starben und über hundert im Krankenhaus liegen, gilt in ganz Ecuador der Ausnahmezustand – mit landesweitem Alkoholverbot.

Nach dem Tod von 23 Menschen nach dem Konsum von gepanschten Alkohol ist in ganz Ecuador der Ausnahmezustand und ein landesweites Alkoholverbot verhängt worden. Das Verbot, das sowohl den Verkauf als auch den Konsum von Alkohol betrifft, gelte 72 Stunden lang, teilte das Gesundheitsministerium in Quito am Sonntagabend (Ortszeit) mit.

Für seine Umsetzung werde die Armee aktiviert, um die Polizei bei ihren Kontrollen zu unterstützen.

In dem südamerikanischen Land waren innerhalb einer knappen Woche 23 Menschen an gepanschtem Alkohol gestorben. Mehr als hundert weitere Menschen wurden in der südwestlichen Provinz Los Ríos wegen Vergiftungserscheinungen im Krankenhaus behandelt.

Ecuadors Staatschef Rafael Correa hatte am Samstag von einer „Tragödie“ gesprochen. Er rief alle Menschen, die Alkohol getrunken hatten und sich danach unwohl fühlten, auf, sofort zum Arzt zu gehen. Mehr als 6300 Liter minderwertigen Alkohols wurden beschlagnahmt.