Zentralrechner

Computerfehler legt Flughäfen von Buenos Aires lahm

Tausende Passagiere saßen stundenlang auf den Flughäfen von Buenos Aires fest. Der Zentralrechner hatte schlapp gemacht.

Ein Computerfehler bei der argentinischen Luftüberwachung hat alle drei größeren Flughäfen der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires für mehrere Stunden lahmgelegt.

Der Zentralrechner und das Backup seien ausgefallen. Dadurch sei auch der Funkverkehr zwischen den Fluglotsen und den Flugzeugen unterbrochen worden, teilte die nationale Zivilluftfahrtbehörde ANAC mit.

Betroffen war auch der tägliche Flug der deutschen Lufthansa von Buenos Aires nach Frankfurt. Statt planmäßig um 17.55 Uhr (21.55 Uhr MEZ) konnte Flugnummer 511 erst gute sechs Stunden später kurz nach Mitternacht zum längsten Nonstop-Flug im Lufthansa-Streckennetz starten. Tausende Passagiere harrten stundenlang in den überfüllten Flughäfen aus.

Die betroffenen Geräte seien zwar schon zehn Jahre alt, räumte ANAC ein, sie würden aber ständig gewartet. Insgesamt fielen etwa 200 Flüge aus oder verspäteten sich um Stunden.

Flugzeuge, die gerade in der Luft waren, mussten zur landesweit zweitgrößten, etwa 700 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires gelegenen Stadt Córdoba umgeleitet werden.