Strafe für Tierquälerei

Australierin köpft Maus und wird verurteilt

Grausige tat: Weil eine 23-Jährige Australiereien ihre Maus mit einem Messer köpfte, davon ein Video drehte und es dann bei Facebook einstellte, wurde sie zu 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

In Australierin ist eine junge Frau verurteilt worden, die eine Maus geköpft und ein Video ihrer Tat im Internet veröffentlicht hatte. Die 23-Jährige bekannte sich der Tierquälerei schuldig und wurde am Freitag im Bundesstaat Queensland zu 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Außerdem darf sie zwei Jahre lang kein Tier besitzen.

Die Angeklagte sei sichtlich aufgewühlt, aber Tierquälerei könne nicht geduldet werden, begründete Richter Peter Hasted die Strafe. Die 23-Jährige hatte den Kopf der Maus mit einem Steakmesser abgetrennt. Die Aufnahmen davon veröffentlichte sie Anfang dieses Monats unter einem Pseudonym im Internet-Netzwerk Facebook. Die Tierschutzbehörde RSPCA bezeichnete das Video als „außerordentlich plastisch“. Die Maus habe 40 Sekunden lang mit dem Tod gerungen. Die Behörde begrüßte das Gerichtsurteil.

RSPCA kritisierte am Freitag auch einen anderen Fall von massiver Tierquälerei in Australien. Wie die Tierschutzbehörde mitteilte, misshandelten zwei Männer im Insel-Bundesstaat Tasmanien mehrere Opossums und filmten die Szenen. Demnach schlugen sie die Beutelratten, stachen auf sie ein und brachten die Kadaver schließlich zur Explosion.

Die Männer waren den Angaben zufolge in Tasmanien festgenommen worden, nachdem Bewohner einen Hinweis gegeben hatten. Computerexperten hätten der Tierschutzbehörde dabei geholfen, gelöschte Videos auf einem Computer wiederherzustellen. Einer der Beschuldigten bekannte sich zu der Tat, das Urteil gegen ihn soll am 28. Juli gefällt werden. Der andere soll am 12. August vor Gericht erscheinen.

RSPCA-Ermittler Paul McGinty sagte, die Männer hätten Sprühdosen, Benzin und Wunderkerzen in die getöteten Opossums gesteckt und sie mit Benzin übergossen. Dann hätten sie ein Streichholz darauf geworfen, woraufhin die Tiere explodierten. Dies sei der „schlimmste Fall von Tierquälerei“, dem er jemals begegnet sei, sagte McGinty. „Es ist nicht unbeabsichtigt oder nachlässig, es ist keine Ignoranz, es ist beabsichtigte, geplante, unvertretbare, mutwillige Grausamkeit.“