Indonesien

Tausende fliehen nach Vulkanausbruch in Sulawesi

Tausende Menschen mussten fliehen, nachdem auf der indonesischen Insel Sulawesi der Vulkan Lokon erwacht ist. Der Vulkan spuckte Asche und Lava bis in 1500 Meter Höhe und setzte Büsche und Grasland in Brand.

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Auf der indonesischen Insel Sulawesi ist in der Nacht auf Freitag der Vulkan Mount Lokon ausgebrochen.

Video: Reuters
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Ein Vulkanausbruch in Indonesien hat bis Freitag Tausende Bewohner in die Flucht getrieben. Eine Frau erlag auf der Flucht einem Herzinfarkt. Berichte über weitere Opfer gab es zunächst nicht. Zu einem ersten heftigen Ausbruch des Vulkans Mount Lokon in der nördlichen Provinz Sulawesi war es am späten Donnerstagabend gekommen, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes, Brian Rulrone, mitteilte. Kurz nach Mitternacht sei eine zweite Eruption erfolgt und um 01.10 Uhr am Freitag (Ortszeit) eine dritte.

Aus dem Krater fließende Lava löste nach Behördenangaben Waldbrände entlang des westlichen Hangs des Vulkans aus. Der 1.750 Meter hohe Mount Lokon war am späten Freitagmorgen (Ortszeit) weiter aktiv. Breite Lavaströme wälzten sich danach die Hänge hinab und verbrannten Grasland und Büsche, berichtete die Vulkanbehörde.

Der Vulkan war bereits Anfang der Woche erwacht und hatte Aschefontänen in die Luft geschleudert. „Wir haben mit dem Ausbruch gerechnet und waren gut vorbereitet“, sagte Farid Rustanda Bina, der an der Beobachtungsstation der Vulkanbehörde in der Nähe des Berges stationiert ist. Insgesamt leben rund 30.000 Menschen an den Hängen des Lokon.

Der Flugverkehr auf dem internationalen Flughafen in der Provinzhauptstadt Manado laufe noch normal, sagte ein Sprecher. Der Ort ist ein Touristenmagnet für die nahe gelegenen Korallenriffe von Bunaken.