Bayern

Mann ermordet seine Freundin mit 31 Messerstichen

Rasend vor unbegründeter Eifersucht hat Marco T. seine Freundin heimtückisch mit einem Messer getötet. Der psychisch gestörte 28-Jährige muss lange in Haft.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Wegen heimtückischen Mordes an seiner Freundin hat das Landgericht Nürnberg-Fürth (Bayern) einen 28 Jahre alten Mann zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt. Zudem ordnete die Strafkammer die Unterbringung von Marco T. in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Marco T. seine Partnerin aus grundloser Eifersucht mit 31 Messerstichen getötet habe. Da er Wahnvorstellungen habe, sei er jedoch nur verminderst schuldfähig, begründete die Kammer ihr Urteil.

Zu Beginn des Prozesses hatte Marco T. am Dienstag ein Geständnis abgelegt. Demnach war er fest davon überzeugt, dass seine Freundin ein Doppelleben geführt und ihn oft betrogen habe.

Täter jagte Schwester einmal mit Beil

Als sich das Paar im September 2010 in der Wohnung des Opfers in Pommelsbrunn (Landkreis Nürnberger Land) aussprechen wollte, eskalierte die Situation. Der Angeklagte stach von hinten auf die junge Frau ein. Sie starb noch am Tatort. Gleich nach der Bluttat rief er die Polizei und stellte sich.

Auch Zeugen schilderten die äußerst labile psychische Verfassung von Marco T. So habe er seine Schwester einmal mit einem Beil im Haus verfolgt, sagte seine Mutter vor Gericht.

Die Mutter habe angesichts der Wahnvorstellungen des Sohnes zwar Hilfe bei der Polizei und bei Medizinern gesucht, doch als es zur Konfrontation mit den Experten kam, habe er stets normal gewirkt. "Er hatte zwei Gesichter" folgerte die Strafkammer.