Rache

18-Jähriger tötet nach Trennung Vater der Freundin

Sie sollte einen ähnlichen Verlust erleiden wie er: Ein 18-Jähriger ermordete in Thüringen den Vater seiner Freundin, nachdem sich das Paar getrennt hatte.

Foto: ZB / ZB/DPA

Einen tödlichen Messerangriff auf den Vater seiner Ex-Freundin hat ein junger Mann im Mordprozess vor dem Meininger Landgericht gestanden. Es stimme alles, was in der Akte stehe, räumte der 18-Jährige zum Prozessauftakt ein. An die näheren Umstände könne er sich jedoch nicht erinnern.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Mord aus niederen Beweggründen vor. Laut Anklage hat er den 39 Jahre alten Vater im Januar dieses Jahres in Berka (Thüringen) aus Rache getötet, weil er die Trennung von seiner Freundin nicht verkraftet hatte.

Der 18-Jährige, der aus dem Kölner Raum stammt und zuletzt in Berka bei einer Pflegefamilie lebte, suchte das Mädchen zehn Tage nach der Trennung zu Hause auf. Dazu soll er ein Küchenmesser, ein Seil, ein Lautsprecherkabel und Klebeband mitgenommen haben.

Die Ex-Freundin gefesselt und gequält

Er gab zu, die 17-Jährige zunächst gefesselt und mit dem Messer bedroht zu haben. „Ich war in Rage“, erklärte er vor Gericht. Laut Staatsanwaltschaft drohte er dem Mädchen, sie umzubringen und schlug ihr außerdem mit der Faust ins Gesicht.

Später kündigte er an, auch ihre Familie und Freunde zu töten, damit sie den gleichen Verlust erleide wie er nach der Trennung. Als der Vater nach Hause kam, forderte er den jungen Mann auf zu gehen. Daraufhin stach der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft mit dem Messer zu, das er hinter seinem Rücken versteckt hatte.