Triebtäter als Autor

Kannibale von Rotenburg erzählt von "zartem Fleisch"

Im Jahr 2001 tötete Armin Meiwes im hessischen Rotenburg einen Mann und aß ihn teilweise. In einem Buch schildert er seine kannibalischen Fantasien.

Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb / picture-alliance/ dpa/dpaweb/dpa

Der als Kannibale verurteilte Armin Meiwes hat in einem Sachbuch über Kannibalismus Erzählungen veröffentlicht. Das berichtet "Bild.de" . Der 49-Jährige schildert demnach, welche Emotionen das Verzehren von Menschenfleisch in ihm auslöste.

In dem Buch "Serienmord und Kannibalismus in Deutschland" der Kriminologin Petra Klages hat er demnach unter anderem eine Erzählung mit dem Titel "Die Erfindung" veröffentlicht. In der Endzeit-Geschichte erschaffen Menschen Klone, um sie zu essen.

Auszug aus Meiwes' Erzählung: "Man hatte zwei große Bratenstücke aus dem Rücken ausgewählt. Der Professor bereitete das Fleisch nach einem Rezept zu, das seine Großmutter in einem ihrer antiquarischen Kochbücher notiert hatte." Die Passage endet dann mit einer kulinarischen Bewertung: "Das Fleisch war sehr zart und kräftig im Geschmack.” Die Autorin Klages ordnet Meiwes' Beiträge wissenschaftlich ein.

Der Leopold Stocker Verlag teilt auf seiner Internetseite mit , es gehe in dem Buch um eine "authentische Schilderung" von Fällen. Die Beiträge Meiwes' seien "durchaus sensationell".

Meiwes, auch unter dem Spitznamen "Kannibale von Rotenburg“ bekannt, hatte im März 2001 in dem hessischen Ort einen 42 Jahre alten Berliner kastriert, getötet und die Leiche teilweise verspeist. Er wurde im Mai 2006 zu lebenslanger Haft wegen Mordes und Störung der Totenruhe verurteilt.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen