Entführte Bankiersfrau

Todeszeitpunkt von Maria Bögerl nicht bestimmbar

Der Polizei fehlt noch immer eine heiße Spur zum Mörder von Maria Bögerl. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr Todeszeitpunkt unklar bleibt.

Foto: ddp / ddp/DDP

Fast sechs Wochen nach dem Fund der Leiche der entführten Maria Bögerl aus Heidenheim ist der Todeszeitpunkt weiter unklar: Ein Gutachten brachte keine neuen Erkenntnisse. „Es hilft uns nicht weiter“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Ellwangen (Ostalbkreis) über das seit Montag vorliegende Gutachten und bestätigte damit einen Bericht des Online-Magazins stern.de.

Die Ermittler hatten sich von der Analyse von Insekten am Fundort der Leiche neue Informationen darüber erhofft, seit wann die am 12. Mai entführte Frau des Heidenheimer Sparkassenchefs tot dort lag. Mögliche Gründe, warum der Todeszeitraum nicht näher eingegrenzt werden kann, sind nach Angaben eines Sprechers die lange Liegezeit der Leiche oder die Witterungsverhältnisse.

Der Sprecher hofft nun darauf, dass ein weiteres Gutachten Klarheit über den Todeszeitraum bringt. Bis wann es vorliegen soll, ist noch unklar. Bei der 80-köpfigen Sonderkommission „Flagge“ der Heidenheimer Polizei sind bislang rund 4900 Hinweise eingegangen, aus denen sich 4300 Spuren ergeben hätten, sagte ein Polizeisprecher.

Rund die Hälfte davon sei mittlerweile abgearbeitet. Weiterhin nimmt die Polizei auch Speichelproben von Männern, die sie während ihrer Ermittlungen überprüft. Dies geschehe aber auf freiwilliger Basis.