Kammerjäger

30 Mann jagen giftige Bananenspinne in Supermarkt

Regal für Regal suchen Spinnenfahnder in einem saarländischen Supermarkt nach dem exotischen und gefährlichen Tier. 60.000 Artikel müssen ausgeräumt werden.

Foto: picture alliance (2)

Auf der Jagd nach einer vermutlich giftigen Spinne ist am Wochenende ein Einkaufsmarkt im saarländischen Bexbach auf den Kopf gestellt worden. Das achtbeinige Tier war am Freitag entdeckt worden, der 5000 Quadratmeter große Markt war seitdem geschlossen.

Wir haben eine Truppe von 30 Leuten vor Ort, die den Markt unter Führung eines Schädlingsbekämpfers Schritt für Schritt ausräumt", sagte der Sprecher der Supermarktkette Real, Albrecht von Truchseß. Ob der Markt mit seinen rund 80 fest angestellten Mitarbeitern an diesem Montag wieder öffnen kann, war am Nachmittag noch nicht klar. „Bevor es keine 100-prozentige Sicherheit gibt, machen wir nicht auf“, fügte er hinzu.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich um eine giftige Bananenspinne , die bis zu 13 Zentimeter groß werden kann. Sobald das Tier gefunden sei, sollte die Ausräum-Aktion wieder abgebrochen werden, sagte von Truchseß. Es werde Regal für Regal vorgegangen.

„Experten versuchen fieberhaft, das Tier unschädlich zu machen“, sagte der Sprecher. Die weiteren Schritte würden mit dem Ordnungsamt abgesprochen. Zur Not würden „alle Register“ gezogen.

„Wir führen allein 60.000 unterschiedliche Artikel. Die Gesamtzahl ist noch viel höher.“ Der Schaden sei groß. Alle frische Ware wie Obst, Gemüse und auch Fleisch müsse entsorgt werden. Zudem sei auch Gift zum Einsatz gekommen. Außerdem habe der Markt an besonders verkaufsstarken Tagen wie Freitag und Samstag geschlossen werden müssen. Genaue Zahlen zu Verlusten nannte von Truchseß nicht.

Die Spinne saß in einer Bananenkiste aus Kolumbien und floh am Freitag beim Auspacken der Früchte. „Es kann natürlich sein, dass die Spinne schon verendet ist“, sagte von Truchseß.

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