Getötetes Mädchen

Verdächtiger gesteht Mord an Mary-Jane

Der im Fall der getöteten siebenjährigen Mary-Jane aus dem thüringischen Zella-Mehlis festgenommene Verdächtige hat ein Geständnis abgelegt.

Der mutmaßliche Mörder der siebenjährigen Mary-Jane aus dem thüringischen Zella-Mehlis hat nach Polizeiangaben ein Geständnis abgelegt. Der am Freitag verhaftetet 37-Jährige habe demnach „allein handelnd Mary-Jane getötet“, sagte Hauptkommissar Andreas Beez am Sonnabend vor Journalisten in Suhl. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft offenbarte der Festgenommene in seinen Vernehmungen „eindeutiges Täterwissen“.

Die siebenjährige Erstklässlerin war am Freitag vor zwei Wochen nach der Schule nicht nach Hause gekommen. Eine Suchaktion der Polizei blieb zunächst erfolglos. Einen Tag später fanden Wanderer die Leiche des Mädchens in einem Bachlauf im Wald etwa 1,5 Kilometer von ihrem Wohnhaus entfernt. Sie war bekleidet, es fehlte allerdings der rote Schulranzen des Mädchens.

In den vergangenen zwei Wochen hatte eine Sonderkommission mit rund 50 Polizisten an der Aufklärung des Falles gearbeitet. Die Polizei war mehr als 700 Hinweisen nachgegangen, hatte hunderte Zeugen im Umfeld der Familie befragt und den Fall ausführlich in einer Fernsehsendung vorgestellt. Bereitschaftspolizisten durchkämmten auch immer wieder das Waldgebiet. Das habe aber nichts gebracht, hatte ein Polizeisprecher erklärt.

Am Donnerstag hatten rund 400 Menschen in einer bewegenden Trauerfeier von Mary-Jane Abschied genommen. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hatte weiße Lilien niedergelegt. „Es ist so bitter, dass es nicht gelingen konnte, das Leben des kleinen Mädchens zu schützen“, sagte sie.