James, der Schatzsucher

Dreijähriger findet goldenes Medaillon auf Acker

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Eva Sudholt

Der drei Jahre alte James aus Großbritannien hat einen echten Schatz gefunden. Auf den Feldern von Essex fand er ein Medaillon, das Millionen wert ist.

In einem Alter, in dem die Regeln der Wahrscheinlichkeit noch keine allzu große Rolle für die eigene Weltanschauung spielen, also sagen wir mal etwa mit drei, teilen alle Menschen einen Traum. Den Kindheitstraum, einen Schatz zu finden. Und alle, also fast alle, teilen das Schicksal, dass dieser Traum nie in Erfüllung geht.

Der wertvolle Stein am Strand ist nur eine vom Sand geschliffene Glasscherbe, der Diamant im Sandkasten nur ein wertloses Stück Strass, das der Kindergärtnerin aus dem Ohrring gefallen ist. Und nur selten, also ausgesprochen selten, ist das goldene Etwas, das man im Alter von drei Jahren auf irgendeinem Acker findet, ein paar Millionen Euro wert.

Jason Hyatt ist zwar nicht drei, sondern 34, doch er hatte den Plan, einen Schatz zu finden, immer noch nicht aufgegeben. Seit 15 Jahren läuft Hyatt, eigentlich Webdesigner aus dem englischen Billericay, mit einem Metalldetektor über die Felder von Essex. Erfolglos. Im Mai dieses Jahres nahm er zum ersten Mal seinen kleinen Sohn James mit. Der natürlich auch mal halten wollte, dieses komische Gerät, das fast größer war als er selbst. Und dann auf einmal machte es „piep“.

„Wir haben in der Erde gebuddelt“, sagt der Dreijährige. „Und dann war da plötzlich Gold.“ 20 Zentimeter unter der Erde lag ein viereckiges Medaillon von der Größe einer Münze. Auf der Vorderseite ist die Jungfrau Maria eingraviert, die ein Kreuz umklammert, auf der Rückseite fünf blutende Herzen.

Experten haben die Reliquie, die aus 18-karätigem Gold besteht, nun auf das frühe 16. Jahrhundert datiert, die Zeit von Heinrich VIII. In einer gerichtlichen Untersuchung wurde die Ausgrabung offiziell zum Schatzfund erklärt. Das heißt, der Finder muss sich den Verkaufserlös mit dem Landbesitzer teilen.

Was bei geschätzten drei Millionen Euro zu verschmerzen sein wird. Im Übrigen passiert James so etwas ständig, gegen alle Regeln der Wahrscheinlichkeit. „Wir sitzen zum Beispiel beim Arzt“, sagt sein Vater, „auf einmal greift James hinter das Sofa und zieht einen Zehner hervor.“