Drogenkrieg

20 Tote bei Kalaschnikow-Überfall auf eine Bar

Blutiger Überfall: Bewaffnete haben in Mexiko mindestens 20 Menschen getötet. Sie hatten mit ihren Kalaschnikows wahllos in einer Bar um sich geschossen.

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Unbekannte haben in einer Bar in der mexikanischen Stadt Monterrey mindestens 20 Menschen erschossen. Bewaffnete stürmten nach Behördenangaben ins das Lokal in einem Ausgehbezirk der Hauptstadt des Bundesstaates Nuevo Léon. Anschließend feuerten Angreifer wahllos mit ihren Kalaschnikows in das Lokal, berichteten mexikanische Medien.

Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, wurden anschließend 17 Leichen in der Bar gefunden und drei weitere davor. Nach Angaben eines Bewohners hatten die Angreifer auch auf einen Hot-Dog-Stand geschossen.

In Mexiko tobt seit Jahren ein blutiger Drogenkrieg. Offiziellen Angaben zufolge starben in den viereinhalb Jahren seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón landesweit mehr als 37.000 Menschen, die meisten von ihnen im Norden des Landes.

Calderón hatte im Dezember 2006 eine massive Militäroffensive gegen die Banden gestartet, die um die Schmuggelrouten in die USA kämpfen. In einem Vorort von Mexiko-Stadt sind nach Polizeiangaben elf Leichen mit Schussverletzungen gefunden worden.

USA trägt Mitschuld an Eskalation der Gewalt

UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay forderte die USA unterdessen auf, für eine Verbesserung der Sicherheitslage in Mexiko mehr gegen Waffenschmuggel und Drogenkonsum im eigenen Land zu unternehmen.

„Einige der Wurzeln des Problems“ lägen außerhalb Mexiko, sagte Pillay bei einem Besuch in Mexiko-Stadt.

Ihren Angaben zufolge werden 70 Prozent der Waffen, die in den an Mexiko grenzenden US-Bundesstaaten Texas, Arizona und Kalifornien verkauft werden, später in dem Nachbarland gefunden. Pillay zeigte sich „tief bestürzt“ über die Zunahme der Gewaltkriminalität in Mexiko.