Mordfall Mary-Jane

Polizei wertet 700 freiwillige DNA-Proben aus

Am 24. Juni verschwand die siebenjährige Mary-Jane. Seitdem gibt es von dem Täter, der das Mädchen tötete, noch keine Spur. Die Sonderkommission weitet ihre Ermittlungen nun aus und geht von Tür zu Tür, um die Anwohner im thüringischen Zella-Mehlis zu befragen.

Im Fall der getöteten Mary-Jane aus dem thüringischen Zella-Mehlis hat die Polizei bisher 700 freiwillig abgegebene DNA-Proben genommen. Die Auswertung der Proben nehme noch einige Zeit in Anspruch, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Suhl. Dem Sprecher zufolge weitete die Sonderkommission ihre Ermittlungen mittlerweile aus.

Nun werde das Wohnumfeld, der Schulweg und auch die Schule der Siebenjährigen noch näher beleuchtet als bisher. Deshalb würden ausnahmslos alle Anwohner befragt und um freiwillige Speichelproben gebeten. Die Befragungen von Anwohnern seien zudem vom Gebiet der Schule in Richtung des Mehliser Markts, dem Ortskern, ausgedehnt worden. Eine heiße Spur gebe es aber nach wie vor nicht.

Mary-Jane war am 24. Juni in ihrer Heimatstadt Zella-Mehlis auf dem Nachhauseweg von der Schule verschwunden. Die Leiche der Siebenjährigen wurde einen Tag später in einem Waldgebiet gefunden. Sie lag in einem Bachbett rund 1,5 Kilometer von der Wohnung des Kindes entfernt. Die Proben werden nach Behördenangaben vorsorglich gesammelt, falls Vergleichsmaterial für eine DNA-Spur gebraucht wird.

An diesem Donnerstag (7. Juli) soll der Schülerin in einer Trauerfeier gedacht werden.