Flammenmeer

Großbrand in Porta Westfalica legt Bahnverkehr lahm

Flammeninferno im nordrhein-westfälischen Porta Westfalica. Hunderte Müllballen gerieten in Brand. Eine nahegelegene Bahnstrecke wurde stundenlang gesperrt.

Foto: dpa / dpa/DPA

Der Großbrand im Lager eines Abfallentsorgers im ostwestfälischen Porta Westfalica ist in der Nacht zum Samstag gelöscht worden. Das Feuer hatte am Freitag für erhebliche Störungen im Bahn-Fernverkehr gesorgt, auch der Autoverkehr war eingeschränkt.

In der Nacht waren aber alle Hauptverkehrsstrecken wie auch die Bahnstrecke wieder freigegeben, wie die Polizei in Minden mitteilte. Brandursache und Schadenshöhe blieben zunächst weiterhin unklar.

Über dem Lager hatte den ganzen Freitag über eine riesige schwarze Rauchwolke gestanden. Hunderte Ballen mit Kunststoffabfällen waren in Brand geraten, die Flammen loderten bis zu 20 Meter hoch in den Himmel.

Bis zu 300 Feuerwehrleute waren im Einsatz, zwei Hubschrauber der Bundeswehr halfen bei den Löscharbeiten. Sie leerten Säcke mit 5000 Litern Wasser über der Brandstelle. Bei den Löscharbeiten verletzten sich vier Feuerwehrleute leicht.

Tausende Fahrgäste der Bahn waren bundesweit von den Folgen des Feuers betroffen gewesen. Die Züge zwischen Berlin und Köln mussten umgeleitet werden. Beim Regionalverkehr hatte das Feuer Auswirkungen von Ostwestfalen bis nach Niedersachsen.

Der Brandort lag direkt an den Gleisen. Auch die Bundesstraße 482 wurde gesperrt. Auf der Weser musste die Weiße Flotte ihre Fahrten in Richtung Vlotho aussetzen.

Sicherheitshalber hatte es zunächst Warnungen gegeben, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Veranstaltungen im Freien vorsichtshalber abzusagen. Messungen von Luft und Löschwasser ergaben dann aber keine Schadstoffbelastungen durch den Kunststoffbrand.