Kriminalität

Im Fall Mary-Jane geben Anwohner DNA-Proben ab

Tausende Hinweise und keine heiße Spur: Im Fall Mary-Jane sucht die Polizei nach neuen Indizien am Fundort der Leiche – und nimmt DNA-Proben von Anwohnern.

Bei den Ermittlungen zum Tod der siebenjährigen Mary-Jane hat die Polizei Anwohner des Wohngebiets "Mehliser Struth" in Zella-Mehlis befragt und um die freiwillige Abgabe einer DNA-Probe gebeten. Damit solle ein möglicher Massengentest vereinfacht und unnötiger Doppelaufwand vermieden werden, teilte die Polizei mit. Bei der Befragung sollten nochmals Hinweise zu dem Kind selbst, zu seiner Schultasche und zu einem von der Polizei gesuchten Zeugen erlangt werden.

Das Kind war am Freitag vergangener Woche als vermisst gemeldet worden. Einen Tag später wurde die Leiche des Mädchens aufgefunden. Mehr als 1000 Hinweise aus ganz Deutschland sind nach Angaben der Polizei bisher eingegangen. Wichtige Informationen erhoffen sich die Beamten nach wie vor von einer Gruppe Wanderer . Diese habe sich am vergangenen Freitag zwischen 19.30 und 20.00 Uhr in dem Waldgebiet aufgehalten, in dem die Leiche des Mädchens einen Tag später gefunden worden war.

Rund 70 Beamte der Bereitschaftspolizei suchten am Freitag nochmals mehrere Gebiete systematisch nach Spuren ab. Nach Hinweisen durchkämmten die Beamten der Bereitschaftspolizei Erfurt ein Areal in Suhl, wo offenbar ein verdächtiger Radfahrer gesehen wurde. Später sollte noch einmal ein Gebiet um den Fundort der Leiche des Mädchens abgesucht werden. Unter anderem fehlt weiter die rote Schultasche des Mädchens aus dem thüringischen Zella-Mehlis.

Die rund 50 festen Ermittler der Sonderkommission „Mary“ arbeiten weiter die zahlreichen Hinweise aus dem gesamten Bundesgebiet ab. Allerdings fehle noch immer eine heiße Spur, sagte der Sprecher weiter.