Drogenkrieg in Mexiko

22 Menschen vor U-17-Fußball-WM getötet

Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen ist es während der U-17-Fußball-WM zu schweren Zwischenfällen gekommen.

Foto: dpa / dpa/DPA

Bei einer Reihe von Gewalttaten im Zuge des mexikanischen Drogenkrieges sind zum Auftakt der U-17-Fußballweltmeisterschaft in dem Land 22 Menschen getötet worden. Bewaffnete stürmten nach Behördenangaben vom Sonntag am Samstagabend eine Bar in Monterrey, der Hauptstadt des nördlichen Bundesstaates Nuevo Léon, und erschossen dort drei Menschen.

Ein von den Angreifern verschleppter Wachmann sei später ebenfalls tot aufgefunden worden. Im nahe gelegenen Guadalupe wurden am Sonntag vier Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren ermordet. Unbekannte hätten sie von mehreren Fahrzeugen aus erschossen.

Weitere 14 Todesopfer des Drogenkriegs wurden am Sonntag aus mehreren Orten des westlichen Bundesstaates Michoacán gemeldet.

Bereits am Mittwoch waren in und um Monterrey 13 Morde verübt worden. Die Metropole gehört zu den Städten, die die am Samstag begonnene Fußball-WM der unter 17-Jährigen in Mexiko ausrichten.

Bis vor kurzem galt die recht wohlhabende Stadt als sicher, mit der Verschärfung der Auseinandersetzungen zwischen den Drogenkartellen Golf und Los Zetas nahm die Gewalt in Monterrey in den vergangenen zwei Jahren aber deutlich zu. Auch Morelia, die Hauptstadt von Michoacán, gehört zu den Ausrichter-Städten der U-17-Fußball-WM.

Das Ereignis wird von einem großen Sicherheitsaufgebot begleitet. Die jungen Spieler werden von der Polizei vom Flughafen zu ihrem Hotel und von dort aus ins Stadion eskortiert.

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