Computerspiel

"Bully" Herbig mit Klage gescheitert

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Der Schauspieler und Filmproduzent Michael "Bully" Herbig ist mit seiner Klage gegen einen Softwarehersteller wegen der Veröffentlichung eines Computerspiels gescheitert. Das Computerspiel darf auch weiterhin "Bully – Die Ehrenrunde" heißen.

Ein Softwarehersteller darf sein Computerspiel weiter unter dem Namen „Bully – Die Ehrenrunde" vertreiben. Der Komiker Michael „Bully" Herbig ist am Dienstag in seinem Zivilrechtsstreit gegen die Firma vor dem Landgericht München unterlegen. Wie das Münchner Landgericht urteilte, werden durch die Verwendung des Namens „Bully“ zur Bezeichnung eines Computerspiels keine Rechte des gleichnamigen Künstlers verletzt. Es gebe keine Verwechslungsgefahr zwischen dem Künstlernamen und dem Spiel. Im Videospielbereich habe der Name des Komikers „keinerlei relevante Bedeutung", stellte das Gericht fest. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

In dem Spiel schlüpft der Akteur in die Rolle eines Teenagers, der mitunter handgreiflich gegen seine Mitmenschen vorgeht. Herbig sah sich dadurch in seinen Persönlichkeits- und Markenrechten verletzt. Der Schauspieler forderte neben der Unterlassung der Veröffentlichung des Spiels eine Abmahnung des Herstellers in Höhe von 2000 Euro.

Die beklagte Firma argumentierte, sie ziele mit dem Spieltitel nicht auf Herbigs Künstlernamen, sondern auf die Bedeutung des englischen Ausdrucks „to bully“ (drangsalieren).

( ddp/dpa/mh )