Bombige Idee

Makaberer Gag – Sprengstoff als Hochzeitsgeschenk

An einem ziemlich explosiven Hochzeitgeschenk durften sich zwei frisch Vermählte in Unterfranken erfreuen. Was sie zunächst für Salamiwürste hielten, entpuppte sich als Sprengstoff. Spezialisten des Landeskriminalamtes und Sprengstoffhund mussten helfen.

Ein makaberer Hochzeitsgag bringt einem Mann aus dem unterfränkischen Hofheim (Landkreis Haßberge) ein Strafverfahren ein. Beim Auspacken seiner Geschenke entdeckte ein junges Brautpaar ein Päckchen ohne Karte und Anschreiben. Die Braut hielt das Präsent zunächst für Salamiwürste, wie die Polizei in Würzburg berichtete. Stutzig wurden die beiden Frischvermählten, als beim Entfernen des Packpapiers zwei Stangen mit einer polnischen Aufschrift zum Vorschein kamen. Ihre Vermutung, es handle sich dabei um Sprengstoff, bestätigte sich, als die Kripo den verdächtigen Inhalt mit einem Sprengstoffhund untersuchte.

Spezialisten des Landeskriminalamtes gaben nach einer Untersuchung jedoch Entwarnung. Bei den beiden Stangen handelte es sich um Industriesprengstoff wie er in Steinbrüchen und im Bergbau verwendet wird. Eine konkrete Gefahr für das Brautpaar bestand nicht, weil für eine Explosion noch ein spezieller Zünder nötig gewesen wäre.

Auf den Absender des mysteriösen Präsents stießen das Brautpaar und die Polizei aber erst, als sich ein Freund meldete und die Sache aufklärte. Der 33-Jährige hatte angenommen, der Bräutigam sei im Besitz eines Sprengschein. Deshalb habe sich den Gag mit dem ungewöhnlichen Geschenk ausgedacht. Den Sprengstoff will er auf einer Baustelle gefunden haben. Obwohl er niemanden gefährdet hat, wurde gegen ihn ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und des Verdachts des Diebstahls eingeleitet.