Feministinnen

Ukrainerinnen mit nackten Brüsten gegen Sexismus

Ein Wettbewerb, bei dem eine ukrainische Ehefrau der Hauptpreis ist, erregt den Zorn von Kiewer Aktivistinnen. Sie protestieren mit nackter Haut.

Mit nackten Brüsten haben mehrere Ukrainerinnen gegen einen aus ihrer Sicht sexistischen Radio-Wettbewerb in Neuseeland protestiert. Die jungen Frauen postierten sich oben ohne vor dem Standesamt der ukrainischen Hauptstadt Kiew und hielten Protestplakate mit Aufschriften wie „Die Ukraine ist kein Bordell“ und „Braut für einen Wilden“ in die Höhe.

Die Aktivistinnen der feministischen Gruppierung Femen, mit Blumenkränzen geschmückt und mit Brautschleiern ausgestattet, gaben damit ihrem Unmut über einen Wettbewerb des neuseeländischen Radiosenders The Rock FM Ausdruck, dessen Preis eine arrangierte Hochzeit mit einer Ukrainerin ist. Bei dem Wettbewerb „Gewinne eine Ehefrau“ wurde dem Sieger eine „sexy“ Ukrainerin versprochen, die „vielleicht für immer seine Frau wird“.

Der Gewinner soll zwölf Tage in der Ukraine verbringen und sich unter von einer Heiratsagentur angebotenen Frauen eine aussuchen. Der Sieger wurde bei einer Abstimmung der Radio-Zuhörer ausgewählt. In einer Mitteilung teilte eine Femen-Aktivistin mit, Ukrainerinnen seien keine Prostituierte.

Femen ist dafür bekannt, mit nackter Haut gegen soziale Missstände zu demonstrieren. Unter anderem zeigten sie schon gegen Ägyptens früheren Präsidenten Husni Mubarak nackte Haut. Auch gegen ein in Kiews geplantes Verbot, das den Einwohnern untersagt, sich nur in Unterwäsche auf ihren Balkonen zu zeigen, gingen sie mit blanken Brüsten vor.

( AFP/jw )

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