Tsunami-Warnung

Starkes Erdbeben versetzt Indonesien in Panik

Ein Erdbeben der Stärke 7,1 riss die Menschen im indonesischen Java aus dem Schlaf. Die Behörden fürchteten das Heranrollen eines Tsunamis.

Foto: AP / AP/DAPD

Vor der indonesischen Hauptinsel Java hat sich am Montagmorgen ein starkes Erdbeben ereignet. Der Erdstoß gegen 03.00 Uhr Ortszeit hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte die Stärke 6,7. Sein Zentrum lag knapp 320 Kilometer vor der Südküste von Java in 24 Kilometern Tiefe. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Die Behörden gaben vorübergehend eine Tsunami-Warnung heraus.

Tausende Einwohner der Ortschaft Cilacap, die am dichtesten am Zentrum des Bebens lag, flohen in Panik auf die Straße, wie Augenzeugen dem Radiosender El Shinta sagten. Viele suchten in einer Moschee Zuflucht. Nach etwa eineinhalb Stunden durften sie in ihre Häuser zurückkehren, da keine Tsunami-Gefahr mehr bestand. Bei der Entwarnung brachen viele Menschen in Jubel aus und fielen sich in die Arme. „Wir hatten große Angst, nachdem wir gesehen haben, was in Japan passiert ist“, sagte ein Bewohner.

Sowohl Indonesien als auch Japan liegen in einer seismologisch äußerst aktiven Region, dem sogenannten Ring aus Feuer. An Weihnachten 2004 hatte ein Beben der Stärke 9,1 vor Sumatra einen massiven Tsunami ausgelöst, dem mehr als 230.000 Menschen zum Opfer fielen, die meisten davon im Westen Indonesiens. Bei der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan im vergangenen Monat kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben.